Ford E350 Quigley Van 7.3 IDI

Mehr wollte ich eigentlich erst gar nicht schreiben – Bild sagt mehr als tausend Worte…

Aber es geht ja hier nicht um Narzismus, sondern darum zu zeigen was möglich ist und wie man Projekte umsetzen kann. Hier zeige ich, wie man als Volllaie mit Blech arbeitet 🙂 Form follows function! 

Meine 35er, aka 315/75-16 haben verschiedene Gründe:

  • Bodendruck. Wer meinen äußerst interessanten Beitrag dazu noch nicht gelesen hat … 🙂
  • Bodenfreiheit. Bodenfreiheit kann man bei einem Fahrzeug mit Starrachsen nur gewinnen, indem der Radumfang vergrößert wird. Der niedrigste Punkt ist die Unterseite des Differentials. Bis auf sehr exotische Varianten kann man daran nichts ändern. [es gibt Achsen, ich glaube Chevy, die man auf ein unten abgeflachtes Differentialgehäuse umbauen kann. Inkl. umschweißen]. PS: Jaja, ich weiß: Portale und Unimog/Volvo/Pinz
  • Übersetzung. Meine ex ambulance ist, wie fast immer kein Krankenwagen, mit sehr kurzen Achsen ausgestattet. Sprich alle E350/ Econoline normaler Weise 3,55:1, meiner 4,10:1. Das sind ~ 13% Differenz, die von den 315/75-16 vs. 245/75-16 ziemlich exakt ausgeglichen werden. Sprich es senkt die Drehzahl.

Natürlich passen die Dinger nicht. Das wusste ich aber auch vorher schon und auch wo. 

Stoßstange:

diese Seite passte tatsächlich, links aber nicht.

Kotflügel:

Kotflügel Vergleich

Ich denke es ist klar, wo bearbeitet wurde: Der Ausschnitt zur B-Säule ist der limitierende Faktor. Wenn man die Verschraubung als Referenz nimmt, sind 2 – 3 cm gewonnen worden. Und zwar so [liebe professionellen Blechdengler: Bitte jetzt tapfer sein]:

PS: Die andere, zweite Seite sieht deutlich besser aus -siehe oben: Linker Kotflügel angepasst, rechts original. Ist natürlich kein Zufall, dass ich die Beifahrerseite zuerst gemacht habe 🙂 Innen gibt es ein Verstärkungsblech, das zwangsweise mit umgefalzt werden muss oder wie hier, z.T. entfernt. Es bleibt nur, was bleibt. Einmal gewusst wie, also bei der Fahrer Seite, ging das ruck zuck!

Letzten Endes ist das alles form follows function, denn lediglich Kanten wollte ich vermeiden und alle Schnittkanten vernünftig gegen Rost versiegeln. Lackiert wird die Karre nächstes Jahr sowieso. Der Innenfalz des Radlaufs an der Karosserie muss ebenfalls umgelegt werden! Das ist wichtig sonst passt es nicht. Die Innenkotflügel sind anschließend noch eingebaut worden, die Befestigung für das unterste Loch musste natürlich mal wieder angepasst werden! da durch das eindrehen des Kotflügels nach innen das Verschraubungsloch ebenfals wandert. Tip hierbei ist das Loch von der Innenseite des Kotflügels (zum Innenraum hin, denn dorthin ist freier Durchgang) zu Bohren. Sowie die passenden Verbreiterungen, siehe unten.

Leider muss man die halbe Front abbauen, um an alle Schrauben des Kotflügels zu kommen 🙁

 

Verbreiterungen:

Das Ganze ist nicht so trivial, wie es scheint. Zumindest nicht, wenn man es ordentlich machen möchte: Die Gummilippe, die nach oben und außen den Kotflügel „abdichtet“ muss meiner Meinung nach sauber angelegt werden. Das ist bei so weit gerundeten Kanten nicht einfach. Das Gummi bei kalten Temperaturen super hard! Also zwischendurch immer wieder erhitzt … Dort soll sich keine Feuchtigkeit auf Dauer drunter sammeln können! Der nächste Punkt ist, dass die selbst schneidenden Blech Schrauben natürlich Material herausschneiden, welches dann zwischen Kotflügel und Gummi Lippe bleiben. Nicht bei mir, ich habe immer die Schrauben wieder herausgedreht und die Splitter entfernt – die rosten sonst ruck fuck.

PS: Die Verbreiterungen sind hier noch nicht abgerundet.

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