Pöller vs. Iveco 40.10 – Iveco gewinnt!

Das gute Stück ist ja schon eine Weile in neuen Händen und nach meiner Kenntnis wird der Iveco auch artgerecht bewegt- sprich er frisst eine Menge in und außerhalb Europas… so soll es sein!

Der eine oder andere, der sich meine geile Karre angeschaut hatte, fragte nach der Delle in der Schiebetür:

Delle Iveco

Delle Iveco 40.10

Wenn Du denkst Du fährst geradeaus- abgerissenes Lenkgetriebe!

Wenn Du denkst Du fährst geradeaus …

Eigentlich wäre es eine geile Story gewesen- wenn es nicht drastisch lebensgefährlich gewesen wäre! Als ich mit dem Iveco 40.10 auf dem Weg nach Marokko über Süd Frankreich gefahren bin, hatte ich Kurs auf die wunderschöne Stadt Montpellier genommen. Ich bin durch die Cevennen nach Süden gefahren. Dort hatte ich einen wunderschönen Stellplatz in den Bergen gefunden:

Platz in den Cevennen

Ich stand mit dem Fahrzeug natürlich- sehr deutsch!- nicht auf der Flurfläche.

Equipment- what worked good, what not!

Es geht ja nichts über den richtigen Spruch an der richtigen Stelle. Unter den top ten ist sicherlich der “nachher ist man immer schlauer” und weil das so ist und es immer noch Leute gibt die täglich meine Seite besuchen, möchte ich ein paar gute Ideen sharen [neudeutsch für mitteilen].

Ich werde in der Sektion auf das Equipment eingehen, welches ich mit auf den Trip genommen habe aber vor allem soll es darum gehen, was beim Iveco 40.10 4×4 gut funktioniert hat. Ich bin  so ein Typ, der fast nichts anschafft ohne das optimale Produkt aus zu wählen. Die Kriterien sind so unterschiedlich wie man sich nur vorstellen kann, es hängt immer davon um welches Teil es geht.

Iveco Daily 40.10 4×4 Poser Fotos

Der Titel sagt schon alles. Ich habe 2,500 Photos aufgenommen und irgendwann ist System overload. Nicht gaaanz leicht dabei den Überblick zu behalten. Da mich immer wieder Leute nach Fotos fragen und diese manchmal nicht in eine andere Kategorie passen aber trotzdem irgendwie cool sind habe ich diesen dezenten Titel gewählt.

 

Meet and great- People I met- Leute, die ich traf …

Meet and greet in Morocco

As I mentioned- in the German part- that, in my opinion, it´s more about the experience you get and less about the big pictures as you can see this in any tourist guide- like the Mosque xy, that thousands of people have already shared on flickr/picasa etc.

What I always appreciate, is to meet new people, especially from other nations and to see what there approach is to travel to a different continent by “car”, bike, motorbike, instead of just booking a package holiday- what would be either cheaper and less exhausting.

As I had really bad experiences with the douanees – 5h[!] of discussions and they send me to every station that they had in the douane + “do you have a weapon station in your car, it is a military car!”. I left the ferry as one of the first cars, as I was one of the last to park my truck on the ferry. So I drove on African ground at 15.15h local time an left the douane 20.15h. I had on the other hand a lot of time to meet new people. There have gone 3 more ferries after me, before I got into Morocco.

 

So I met the cool 5 French guys (2 girls and 3 boys- a kind of hippy style) who spend have the year in Senegal. So Morocco is just a drive through for them.They drove 3 vans like an old Mercedes 508 (or something like that) – very pimped. Looks a little like a hippy car..
By the way THANKS for helping in the negotiation with the “Chef” (douane) and cheers.

 

I met the 2 austrian Teams right after a short part of highway on a gas-station. As we both left Tangier Med after 20h, it was dark. They took the road into Atlas- “no tourist trophy”.

AT Team 2012 Tangier

AT Team 2012 Tangier

Grünes Tal- nicht nur Sand und Felsen

Leider kann ich ohne weiteres nicht mehr genau sagen, wo diese Photos entstanden. Ich denke es müsste auf dem Weg nach Ouarzazate, Richtung Westen sein. Ich habe leider keine passende geologische Karte zur Hand (und im Moment einfach noch zu viel Dinge, die runter geschrieben werden müssen), so weiß leider nicht, wie der Boden beschaffen ist [also geologisch beschaffen ist gemeint]. Das Tal wird an beiden Seiten mit sehr hohen Gebirgszügen umschlossen. Das ist an und für sich noch nicht ein Grund dafür, dass es hier ausreichend Feuchtigkeit um Boden gibt für Landwirtschaft.

Desert experience – Wüstenlandschaften Marokko 2012

Es geht die Mär, dass einmal in die Wüste gefahren, der Virus übertragen ist!

Konnte ich mir früher nie wirklich vorstellen- vielleicht weil ich ad hoc immer an ein eintöniges sandiges und nicht enden -wollendendes Nichts dachte oder eben assoziierte. Dem ist aber nicht so. Eigentlich naiv, wer so was denkt. Den Tuareg, den ich auf dem Weg nach Zagora eine Stunde mitgenommen hatte, erzählte mir auch sehr “blumig” von seiner Kindheit in der Wüste. Mit einem leicht melancholischen Unterton. Das Leben in Ouarzazate sei ihm zu hektisch– das ist natürlich extreeeeeem relativ! Meiner Meinung nach haben wir in der Eifel schon gefühlt eine Stunde mehr Zeit am Tag. In Ouarzazate sind es wohl im Vergleich etwa eher 5- 6h 🙂

Neben der groben Unterteilung von Stein und Sandwüsten, wie hier zu sehen, gibt es natürlich unzählige Formen und Arten von Dünen. Ich bin nicht wirklich weit hinein gefahren. Das werde ich wohl nachholen …

Ich habe die Photos in einzelne Alben aufgeteilt, weil es sonst einfach zu viele werden. Bereinigt habe ich 2500 Photos aufgenommen.

Die Jungs hier in den Buggies habe ich später, ich glaube am nächsten Tag auf dem Weg nach Zagora, in irgendeinem Dorf wieder gesehen und anfangs auch im MK Zoll in Tangier Med. Coole Sache so ein wenig Motorsport in der Sahara übers Wochenende! Geht aber nur, wenn man so kurz anreist, wie diese Franzosen. Btw bitte nicht unken, die Photos haben eine gewisse Unschärfe, weil es fast dunkel war.

 

mittlere Atlantikküste Marokkos

Ich glaube man erkennt an den Photogalerien sehr schnell, wie landschaftlich abwechslungsreich Marokko ist. Ich bin immer wieder fasziniert vom Meer- in diesem Fall Atlantik.

Die Küste Marokkos ist natürlich sehr, sehr lang. Die meisten Photos sind in der Nähe Safis entstanden, etwa auf einer Strecke von 200- 300km.

Oualida, Google Maps

Gibraltar- sagenumwoben und irgendwie faszinierend

Ich habe einige Shots von der Katamaran Fähre eingefangen. Einige auf der Hin- und einige auf der Rückfahrt. Leicht zu erkennen am Wetter 🙁

sehr interessant ist Gibraltar auf Grund der politischen Situation. Gibraltar, britisch und von Spanien so gut es geht blockiert liegt an der äußersten Ecke dieser Bucht. Gibraltar besteht fast nur aus Bergen und es gibt kaum ebene Flächen. Ich war diesmal nicht in GB aber konnte tolle Photos schießen von der aufsteigenden Turbolenz über dem Berg, sie sich sehr typisch zu einer Wolke entwickeln. sieht irgendwie magisch aus.

Das irre an diesem Kleinod ist, dass Gibraltar einen eigenen Flughafen hat- auf dieser winzigen Fläche. Das spektakuläre ist, dass die Starts und die Landungen NICHT durch spanischen Luftraum gehen dürfen und folglich sehr gefährlichem Seitenwind ausgesetzt sind, wenn sie vom Meer einfliegen.

le deux cheveaux cherchons à faire Marokko- und warum ich 5 Stunden im Zoll verbrachte

Tja!

Einen der Mitfahrer habe ich am Zoll in Tangier Med auf die seltsame Anhäufung von französischen Kulturgut angesprochen. Er war, wie die meisten, aus Belgien. Mir scheint, wer im Heimatland französisch spricht, fährt auch in ein Land, wo er keine Sprachbarriere hat.

Einige wenige der Fahrer kamen aus Spanien, eine sehr coole mit Sandblechen auf dem Heck und Frankreich. Die rund 30 Teilnehmer waren dummerweise kurz nach mir ebenfalls bei der marokkanischen Polizei, um die Fahrzeugdaten in den ominösen “grünen Schein” eintragen zu lassen. Dieser dient (zumindest in der Theorie) dazu dass man sein mitgebrachtes Fahrzeug auch ohne Probleme, b.w. Geld, wieder ausführen kann.

Es war um 19 Uhr- also 4 Stunden (!) nachdem ich von der Fähre gefahren bin- als ich die verdammten Zöllner soweit hatte, mein Fahrzeug ins Land zu lassen. Dummerweise kamen just in diesem Moment die 2 CV Fahrer. Ich hatte gerade dem Polizisten meinen Pass gegeben, damit er in den “Computer” [unter DOS!(!)] Name, Adresse, Profession, Fahrgestellnummer und Geburtsdatum eingeben kann, eine ordentliche Tippse schafft das in 1 Minute.

Nun war der Polizist ganz klug und hat dann die 30 Personen gesehen und einfach die anderen Pässe auch noch eingesammelt. Nun musste ich also nicht mehr auf einen Pass warten, sondern auf 31!!!. War also wieder eine Stunde rum! Leider ist der Polizist nicht sehr clever gewesen und vermutlich heute auch nicht cleverer. Er hat den Danielle aus Belgien mit meinem Fahrzeug versehen und umgekehrt! Das hat mich dann noch mal 30 Minuten gekostet, weil dann 10 Minuten später wieder unten beim Zoll, der Zöllner in den “Computer” schaute und auf französisch sagte, dass mein LKW ja immer noch nicht im Computer sei! Ich reagierte etwas ungehalten, dann nahm er mich in das Kabuff und zeigte mir den Eintragsmix aus mir und den Belgier.
Zu diesem Zeitpunkt war es bereits dunkel und kurz vor Schichtwechsel. Der Idiot von Handlanger Zöllner, ich sprach mit dem sog. Chef, hatte mir das vor dem Ausflug zum Polizeiamt eine Stunde vorher schon zu verstehen gegeben. Mehr oder weniger O-Ton aus dem franz. “ja du musst dich beeilen, denn bald haben wir schon wieder Schichtwechsel!”. Als ob ich die Verzögerung von 5 Stunden gewollt hätte!!!
Ich dachte mir nur: Sei Du froh, dass du meine Sprache nicht sprichst, ich würde dich so dermaßen zusammenfalten.

image

Zoll Tangier Med Marokko

… ist weg und wieder da. Die Rückreise.

… ist weg -und wieder da …
auch die Rückreise war wieder eine recht spontane Entscheidung. Ich war die letzten beiden Tag in Marokko. Am Freitag war das Hammelfest, Aid El Kebir. Natürlich alles zu (bw auch einiges offen, denn Öffnungszeiten gibt es nicht. Ich war am Sonntag in einem “Supermarkt”). Das ehrlich gesagt ziemlich gut, denn so war nichts los in der Stadt und der Verkehr hielt sich sehr in Grenzen, vergleichbar mit Weihnachten in Deutschland- sehr angenehm.

So konnte ich mit dem Truck schön überall lang ohne viel Stress. Nur der Idiot im 190er (schönen Gruß an dieser Stelle), der meinte dem Ausländer mal zeigen zu müssen, wie toll man in Marokko fährt, ging mir ein wenig auf den Keks. Der Typ stand exakt in dem Moment auf der Hupe als die Ampel auf Grün umschlug- ich stand vorn als erster.
Ich meine exakt, nicht eine oder 2 Zehntel Sekunden nach grün, sondern direkt  . Um dann seine volle Leistung von 70PS (2l Diesel) auf die Straße los zu lassen.

Am nächsten Tag war die Stadt, Marrakesch ist eine Millionen Stadt, ebenfalls wie tot und keine Märkte offen, die mich interessiert hätten. Also bin ich kurzerhand nach Westen, und dann recht straigt wieder nach Norden.
Diesmal allerdings über Ceuta, die 7 Idioten vom Zoll in Tangier Med wollte ich nicht noch mal sehen- ich wäre sonst wohl ausgerastet, wenn die …[an dieser Stelle ist ein Kraftausdruck von der Redaktion gestrichen worden!] mich wieder abgefuckt hätten.
War ne gute Entscheidung- ne süße Spanierin gegrüßte mich mit einem Olllaaaa- da wußte ich auch was mir gefehlt hatte in den letzten Wochen. Diese leise, meist-kein-Wort-Umgangsform, die mir oft begegnete ist nicht mein Ding.

Außerdem ging mir auch die Fahrweise Zusehens auf die Nerven und ich habe drei Kreuze gemacht, dass nichts passiert ist. In Marokko.
Ich habe das Gefühl, dass die Jungs selber allerdings meinen sie hätten es voll raus mit dem Autofahren.

 

Küstenstraße nach Ceuta

Küstenstraße nach Ceuta

Lass mich nur eben Zigaretten holen gehen…

So Mega Klassiker, wie von Udo Jürgens, zitiert man ja immer gern und meinen Philo Lehrer habe ich sicherlich, das “immer den passenden Spruch parat haben” abgeschaut- btw Gruß, er wird es wohl nie lesen.
Aber passend wäre auch “ich habe dann mal eine Tour gemacht”, Crocodile Dundie…

…oder eben ich sage: derjackistweg!

Mal eben gepackt und ein grobes Ziel in ca. 5000 km Luftlinie weiter südlich anvisiert. Bekanntlich kommt man auf dem Landwege aus etwa dem 51. Breitengrad nicht 5tkm nach Süden- seitdem sich Pangaea geteilt hat. Damals hätte ich keine Fähre benötigt- es gab noch keine Autobahn-maut- allerdings auch noch keine humanoide Bevölkerung des Planeten.

Pangaea

Pangaea

Da mein Urzeitplan aus Ende der 90er nicht ist wegen “is nicht”- bleibt “nur” der Westen.
Sprich auf dem Landwege nach Ostafrika, Äthiopien/Kenia als Ziel läßt sich aus Zeitgründen nicht realisieren aber auch einfach aus Sicherheitsgründen! Kaum ein Land ist dort derzeit problemfrei zu bereisen auch wenn man natürlich immer “Glück” oder eben Pech haben kann. Auf Pech haben habe ich aber 2012 sowieso ein Abo und deshalb fiel Sudan/Tschad/Ägypten/Algerien/Tunesien raus. Da bleibt nicht viel übrig – leider. Seit geraumer Zeit ist es auch nicht mehr möglich auf dem Landwege von Algerien nach Marokko zu reisen. Von Europa kommend fallen damit also auch Tunesien und Algerien leider raus. Bleibt Marokko- der Weg weiter nach Mauretanien hat auch zweifelhaften Ruf erhalten wodurch z.B. die Paris Dakar nun seit ein paar Jahren auch schon nur noch Dakar heißt und gar nicht mehr in Afrika statt findet, und das nach so langer Tradition von mehr als 20 Jahren Rally Geschichte auf dem schwarzen Kontinent. Sehr schade aber nach diversen Überfällen auf West Europäer und vor allem den lukrativen Entführungen der Deutschen, ist dem Ruf für Tourismus sehr geschadet.

Nun ich habe mal so grob Casablanca ins Auge gefasst aber nachdem, was in den letzten Wochen passiert ist will ich mal eher vorsichtig formulieren.
Die Marschrichtung war für mich klar: A5 nach Süden und dann mal sehen. Ich habe mich dann kurzerhand wieder einmal für den Abstecher nach Montpellier entschieden- allerdings diesmal über die Route über Arles, sondern weiter im Westen über die A75. Ziemlich bergige Angelegenheit, vor allem weil ich keine Lust hatte nur Autobahn zu fahren und somit einige Pässe am Start waren.
Mein anderer 2-Sitzer hat rund 100NM mehr Drehmoment und wiegt ca. 2 Tonnen weniger! Schon eine Umstellung, normalerweise kann ich bei 200 noch locker am Berg beschleunigen, mit dem Iveco habe ich ein System, dass die Steigung schon erkennt bevor man sie mit dem bloßen Auge erschließen kann!
Sprich 4ter Gang mit dann lässigen 70km/h und immer schön im grünen Bereich bleiben, sonst wird die Kiste langsamer 🙂 Auch mal interessant die Erfahrung zu machen die “mit 110km/h” auf die Überholspurfahrer aus zu bremsen (zu müssen natürlich).