Articles for Januar 2013

mittlere Atlantikküste Marokkos

Ich glaube man erkennt an den Photogalerien sehr schnell, wie landschaftlich abwechslungsreich Marokko ist. Ich bin immer wieder fasziniert vom Meer- in diesem Fall Atlantik.

Die Küste Marokkos ist natürlich sehr, sehr lang. Die meisten Photos sind in der Nähe Safis entstanden, etwa auf einer Strecke von 200- 300km.

Oualida, Google Maps

Gibraltar- sagenumwoben und irgendwie faszinierend

Ich habe einige Shots von der Katamaran Fähre eingefangen. Einige auf der Hin- und einige auf der Rückfahrt. Leicht zu erkennen am Wetter 🙁

sehr interessant ist Gibraltar auf Grund der politischen Situation. Gibraltar, britisch und von Spanien so gut es geht blockiert liegt an der äußersten Ecke dieser Bucht. Gibraltar besteht fast nur aus Bergen und es gibt kaum ebene Flächen. Ich war diesmal nicht in GB aber konnte tolle Photos schießen von der aufsteigenden Turbolenz über dem Berg, sie sich sehr typisch zu einer Wolke entwickeln. sieht irgendwie magisch aus.

Das irre an diesem Kleinod ist, dass Gibraltar einen eigenen Flughafen hat- auf dieser winzigen Fläche. Das spektakuläre ist, dass die Starts und die Landungen NICHT durch spanischen Luftraum gehen dürfen und folglich sehr gefährlichem Seitenwind ausgesetzt sind, wenn sie vom Meer einfliegen.

le deux cheveaux cherchons à faire Marokko- und warum ich 5 Stunden im Zoll verbrachte

Tja!

Einen der Mitfahrer habe ich am Zoll in Tangier Med auf die seltsame Anhäufung von französischen Kulturgut angesprochen. Er war, wie die meisten, aus Belgien. Mir scheint, wer im Heimatland französisch spricht, fährt auch in ein Land, wo er keine Sprachbarriere hat.

Einige wenige der Fahrer kamen aus Spanien, eine sehr coole mit Sandblechen auf dem Heck und Frankreich. Die rund 30 Teilnehmer waren dummerweise kurz nach mir ebenfalls bei der marokkanischen Polizei, um die Fahrzeugdaten in den ominösen „grünen Schein“ eintragen zu lassen. Dieser dient (zumindest in der Theorie) dazu dass man sein mitgebrachtes Fahrzeug auch ohne Probleme, b.w. Geld, wieder ausführen kann.

Es war um 19 Uhr- also 4 Stunden (!) nachdem ich von der Fähre gefahren bin- als ich die verdammten Zöllner soweit hatte, mein Fahrzeug ins Land zu lassen. Dummerweise kamen just in diesem Moment die 2 CV Fahrer. Ich hatte gerade dem Polizisten meinen Pass gegeben, damit er in den „Computer“ [unter DOS!(!)] Name, Adresse, Profession, Fahrgestellnummer und Geburtsdatum eingeben kann, eine ordentliche Tippse schafft das in 1 Minute.

Nun war der Polizist ganz klug und hat dann die 30 Personen gesehen und einfach die anderen Pässe auch noch eingesammelt. Nun musste ich also nicht mehr auf einen Pass warten, sondern auf 31!!!. War also wieder eine Stunde rum! Leider ist der Polizist nicht sehr clever gewesen und vermutlich heute auch nicht cleverer. Er hat den Danielle aus Belgien mit meinem Fahrzeug versehen und umgekehrt! Das hat mich dann noch mal 30 Minuten gekostet, weil dann 10 Minuten später wieder unten beim Zoll, der Zöllner in den „Computer“ schaute und auf französisch sagte, dass mein LKW ja immer noch nicht im Computer sei! Ich reagierte etwas ungehalten, dann nahm er mich in das Kabuff und zeigte mir den Eintragsmix aus mir und den Belgier.
Zu diesem Zeitpunkt war es bereits dunkel und kurz vor Schichtwechsel. Der Idiot von Handlanger Zöllner, ich sprach mit dem sog. Chef, hatte mir das vor dem Ausflug zum Polizeiamt eine Stunde vorher schon zu verstehen gegeben. Mehr oder weniger O-Ton aus dem franz. „ja du musst dich beeilen, denn bald haben wir schon wieder Schichtwechsel!“. Als ob ich die Verzögerung von 5 Stunden gewollt hätte!!!
Ich dachte mir nur: Sei Du froh, dass du meine Sprache nicht sprichst, ich würde dich so dermaßen zusammenfalten.

image

Zoll Tangier Med Marokko

Schall sei Dank

Der Iveco fällt ja in die Kategorie LKW, auch wenn er zB auch als Kastenwagen/Fensterbus gebaut wurde.

Ich persönlich sehe überhaupt nicht ein warum heute ein Auto irre laut sein muss. Ergo habe ich auch nicht lange gefackelt und direkt Alu-butyl bestellt. Das ist in Car Hifi Kreisen sehr beliebt um die Karosse zu dämmen [siehe Wikipedia: Dämmen bedeutet nicht gleich leise, sondern, dass Material, zB die Karosserie, nicht mitschwingt. Setze ich ein Auto mit einem 46er mächtig unter Schwingungen, dann verfälscht es den Klang]. Mein Ziel war es das Dröhnen zu unterbinden und da zwischen Motor und Mensch nur 1mm Blech ist, klingt es ein wenig stark nach Selbstzünder.

Da ich bekennender Frontlenker Fan bin und wie hier zwar keinen Frontlenker aber einen sehr weit hinten liegenden Motor habe ist die Abkapselung zum Fahrgastraum recht gering. Der Motor sitzt über der ersten Achse und reicht ein wenig in den Fahrgastraum hinein. Nirgends ist Dämmmaterial! Ich habe also direkt damit begonnen den Bereich unter dem Armaturenbrett bis zur B Säule zu dämmen. Eine Wahnsinns Arbeit, die unglaublich viel Zeit verstreichen lässt! Ich habe etwa 2,5 Tage damit verbracht ca. 5 qm von dem Zeug in kleinen Streifen auf dem Karosserieblech zu verkleben. Es ist noch nicht komplett fertig, denn die B Säulen sollten noch unbedingt etwas abbekommen und natürlich die Motorabdeckung. Diese ist btw nicht serienmäßig. Ich konnte mich aber aus optischen Gründen noch nicht durchringen hier Alu zu verkleben, ggf wird hier vom Motorraum aus mit nicht brennbarem Material gedämmt.

Man kann sicher unterschiedlicher Meinung sein ob man lieber nacktes Blech hat an dem man schnell man eine Roststelle ausbessern kann aber Alu-butyl zieht kein Wasser ist in meinem Fall das dicke 2,2mm und mit dicker Alu Schicht. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass gar nicht erst Wasser ins Auto kommen sollte, von daher muss ich auch nicht mehr ans Blech.

Außerdem kam ein/der Schalschutzdeckel wieder auf den Zylinderkopf- erstaunlich wie Iveco tatsächlich für dieses Plastikteil mit 10mm Dämmstoff gut 100€ nehmen kann ohne rot zu werden. Das Ergebnis ist bisher ok aber nicht weltbewegend anders. Das hängt aber auch damit zusammen, dass es nicht komplett ist und nur so ist das Ergebnis nachher wirklich gut.

Aber meine Prio war ja erst mal weg …

2,2 mm Alu Butyl

2,2 mm Alu Butyl

… ist weg und wieder da. Die Rückreise.

… ist weg -und wieder da …
auch die Rückreise war wieder eine recht spontane Entscheidung. Ich war die letzten beiden Tag in Marokko. Am Freitag war das Hammelfest, Aid El Kebir. Natürlich alles zu (bw auch einiges offen, denn Öffnungszeiten gibt es nicht. Ich war am Sonntag in einem „Supermarkt“). Das ehrlich gesagt ziemlich gut, denn so war nichts los in der Stadt und der Verkehr hielt sich sehr in Grenzen, vergleichbar mit Weihnachten in Deutschland- sehr angenehm.

So konnte ich mit dem Truck schön überall lang ohne viel Stress. Nur der Idiot im 190er (schönen Gruß an dieser Stelle), der meinte dem Ausländer mal zeigen zu müssen, wie toll man in Marokko fährt, ging mir ein wenig auf den Keks. Der Typ stand exakt in dem Moment auf der Hupe als die Ampel auf Grün umschlug- ich stand vorn als erster.
Ich meine exakt, nicht eine oder 2 Zehntel Sekunden nach grün, sondern direkt  . Um dann seine volle Leistung von 70PS (2l Diesel) auf die Straße los zu lassen.

Am nächsten Tag war die Stadt, Marrakesch ist eine Millionen Stadt, ebenfalls wie tot und keine Märkte offen, die mich interessiert hätten. Also bin ich kurzerhand nach Westen, und dann recht straigt wieder nach Norden.
Diesmal allerdings über Ceuta, die 7 Idioten vom Zoll in Tangier Med wollte ich nicht noch mal sehen- ich wäre sonst wohl ausgerastet, wenn die …[an dieser Stelle ist ein Kraftausdruck von der Redaktion gestrichen worden!] mich wieder abgefuckt hätten.
War ne gute Entscheidung- ne süße Spanierin gegrüßte mich mit einem Olllaaaa- da wußte ich auch was mir gefehlt hatte in den letzten Wochen. Diese leise, meist-kein-Wort-Umgangsform, die mir oft begegnete ist nicht mein Ding.

Außerdem ging mir auch die Fahrweise Zusehens auf die Nerven und ich habe drei Kreuze gemacht, dass nichts passiert ist. In Marokko.
Ich habe das Gefühl, dass die Jungs selber allerdings meinen sie hätten es voll raus mit dem Autofahren.

 

Küstenstraße nach Ceuta

Küstenstraße nach Ceuta

Lass mich nur eben Zigaretten holen gehen…

So Mega Klassiker, wie von Udo Jürgens, zitiert man ja immer gern und meinen Philo Lehrer habe ich sicherlich, das „immer den passenden Spruch parat haben“ abgeschaut- btw Gruß, er wird es wohl nie lesen.
Aber passend wäre auch „ich habe dann mal eine Tour gemacht“, Crocodile Dundie…

…oder eben ich sage: derjackistweg!

Mal eben gepackt und ein grobes Ziel in ca. 5000 km Luftlinie weiter südlich anvisiert. Bekanntlich kommt man auf dem Landwege aus etwa dem 51. Breitengrad nicht 5tkm nach Süden- seitdem sich Pangaea geteilt hat. Damals hätte ich keine Fähre benötigt- es gab noch keine Autobahn-maut- allerdings auch noch keine humanoide Bevölkerung des Planeten.

Pangaea

Pangaea

Da mein Urzeitplan aus Ende der 90er nicht ist wegen „is nicht“- bleibt „nur“ der Westen.
Sprich auf dem Landwege nach Ostafrika, Äthiopien/Kenia als Ziel läßt sich aus Zeitgründen nicht realisieren aber auch einfach aus Sicherheitsgründen! Kaum ein Land ist dort derzeit problemfrei zu bereisen auch wenn man natürlich immer „Glück“ oder eben Pech haben kann. Auf Pech haben habe ich aber 2012 sowieso ein Abo und deshalb fiel Sudan/Tschad/Ägypten/Algerien/Tunesien raus. Da bleibt nicht viel übrig – leider. Seit geraumer Zeit ist es auch nicht mehr möglich auf dem Landwege von Algerien nach Marokko zu reisen. Von Europa kommend fallen damit also auch Tunesien und Algerien leider raus. Bleibt Marokko- der Weg weiter nach Mauretanien hat auch zweifelhaften Ruf erhalten wodurch z.B. die Paris Dakar nun seit ein paar Jahren auch schon nur noch Dakar heißt und gar nicht mehr in Afrika statt findet, und das nach so langer Tradition von mehr als 20 Jahren Rally Geschichte auf dem schwarzen Kontinent. Sehr schade aber nach diversen Überfällen auf West Europäer und vor allem den lukrativen Entführungen der Deutschen, ist dem Ruf für Tourismus sehr geschadet.

Nun ich habe mal so grob Casablanca ins Auge gefasst aber nachdem, was in den letzten Wochen passiert ist will ich mal eher vorsichtig formulieren.
Die Marschrichtung war für mich klar: A5 nach Süden und dann mal sehen. Ich habe mich dann kurzerhand wieder einmal für den Abstecher nach Montpellier entschieden- allerdings diesmal über die Route über Arles, sondern weiter im Westen über die A75. Ziemlich bergige Angelegenheit, vor allem weil ich keine Lust hatte nur Autobahn zu fahren und somit einige Pässe am Start waren.
Mein anderer 2-Sitzer hat rund 100NM mehr Drehmoment und wiegt ca. 2 Tonnen weniger! Schon eine Umstellung, normalerweise kann ich bei 200 noch locker am Berg beschleunigen, mit dem Iveco habe ich ein System, dass die Steigung schon erkennt bevor man sie mit dem bloßen Auge erschließen kann!
Sprich 4ter Gang mit dann lässigen 70km/h und immer schön im grünen Bereich bleiben, sonst wird die Kiste langsamer 🙂 Auch mal interessant die Erfahrung zu machen die „mit 110km/h“ auf die Überholspurfahrer aus zu bremsen (zu müssen natürlich).

Musik in da House

Natürlich will ich aus dem Auto keine Diskokarre machen, schon weil das Tieferlegen echt eine Sau Arbeit wäre- aber einen gewissen Standard wollte es schon haben.
Da es bei mir nie ohne Qualität geht, flog das Schrottradio auch direkt raus. Die Einbauposition geht auch gar nicht, sie ist vom Fahrersitz nicht zu erreichen. Die „Lautsprecher“ flogen ebenfalls raus. Ich wusste bisher gar nicht, dass es möglich ist Lautsprecher ohne Magnete zu bauen, jedenfalls waren diese 80er Jahre look Hubablagen 2-Wege Systeme so leicht, dass sie auch in Milch geschwommen wären. Schrott.
Ich habe mit 20er Koax (weil es leichter zum Einbau war/günstiger/klanglich ausreichend) gekauft. Auch hier konnte ich es nicht sein lassen darauf zu achten möglichst das Optimum zu kaufen und so sind diese Spritzwasser geschützt und für boote eigentlich gedacht. Denkt eigentlich jeder, dass es bei Booten immer weiß sein muss?
Dazu dann die 5mm Aluriffelblech Türverkleidungen ab und Löcher schneiden:

Alu Türverkleidungen

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Hier seht ihr die Mac Audio, spritzwassergeschützt und damit perfekt für das vorherschende Wetter, eingebaut in der Tür. btw klingen auch sehr nett 🙂

Ouups ein Stück Tisch ab- war ein verdammt gutes Sägeblatt – aber den Tisch brauch ich eh erst wieder 2013 auf dem Balkon und nachdem er für alles Mögliche als Schneidunterlage herhalten musste wird er wohl auch einen neuen Anstrich bekommen.
Außerdem natürlich noch eine neue Headunit rein- oder auch in Altdeutsch: Ein Radio. In diesem Fall ein Kennwood 4028 BT (oder so). Es sollte ein Doppel DIN sein um mit dem Touchscreen Monitor auch den Videoeingang für die Rückfahrkamera zu bedienen. Diese war schon bestellt aber leider ist meine Vorstellung von einem Anschlusskabel nicht die gleiche, wie die des Versenders, daher leider unbrauchbar und kommt dann wohl 2013.
Da es keinen Einbauschacht für ein Radio gibt, außer dem, der nur von einem Copiloten bedient werden kann, musst eine Lösung her:

 

Headunit in Custom Aluhalterung

 

Hier noch im Rohzustand. Es ist eine Alumaßanfertigung auf der Rückseite mit Louvers um Kühlung zu gewährleisten und weil es geiler aussieht, dort werden auch durch ein umgefalsstes Loch die Kabel nach außen/hinten geführt, insgesamt ein geiles Stück alu und sitzt bombenfest auf dem Armaturenbrett. Theoretisch könnte ich den Monitor auch als Navi mit Software von Garmin nutzen- allerdings müsste ich mich dann Phonetechnisch auf ein IPhone herabbegeben und das ist ein bisschen arg klein und basic.
Bei der Gelegenheit habe ich noch ein wenig Alubutyl verklebt und musste die wohl kürzesten ISO Stecker der Welt, ca. 5cm, verlängern. Sprich 10 neue Verbindungen herstellen, als ob ich nichts Besseres zu tun hätte.
Da ich gerade schon beim Armaturenbrett dran bin ist, noch gleich der olle 5-fach Zigarettenanzünder raus geflogen (auch wegen Qualität gleich Schrott). Warum werden die eigentlich Zigarettenanzünder genannt, wenn man nie eine Zigarette damit anzündet? Jedenfalls habe ich noch ein 22. Loch geschnitten und einen neuen eingesetzt. Ein Doppel NT in Qualität habe ich für 2x USB, das langt für oben. Ggf kommt noch eine zweite Dose nach hinten für den Anschluss eines Wechselrichters.

 

Aluamaturenbrett

Iveco Daily 40.10 4×4 – der Neue

Iveco Daily 40.10 4×4 – der Neue

Hmm, der Magirus mit dem Deutz FL413 ist natürlich der Hammer: Luftgekühlt, unglaublicher Sound, sattes Drehmoment von über 500NM und rund 180PS sind bei weniger als 7,5t schon guter Schub 🙂 ! Nicht zu vergessen, wie irre die Deutz Motoren hochdrehen, trotz 8,6l und Einzelhubräumen von ca. 1,5l! Man vergleiche eine relativ alte Konstruktion à la Mercedes OM 617 (3liter Diesel, 5 Zylinder ca. 90PS) aus den 70ern mit lächerlich kleinem 0,5l Einzelhubraum.

Nun, der Magirus war nicht direkt abreise bereit und ich hatte nur ca. 3 Wochen bis Abreise- inklusive Ausbau zum WoMo, Zulassung etc.

Für mich und für meinen Zweck in die Sahara zu fahren, gab es einige Dinge im Lastenheft, die Pflicht waren und sind. Da fällt fast die komplette Geländewagenriege raus.

  • Leiterrahmen ist ein Muss aus Stabilitätsgründen
  • übersichtliche Technik und dazu gehört zwangsweise auch, dass Elektronisches Maschinenmanagement möglichst nicht vorhanden ist! Weltweite Versorgungsmöglichkeit mit Ersatzteilen
  • Männerbereifung! J Schon allein aus optischen Gründen- das gebe ich zu. Wheels make or brake a car! Aber es ist auch schlicht so, dass man ausrechnen kann wie hoch der Bodendruck ist, bis man im Sand stecken bleibt. Der Durchmesser ist ein wesentlicher Faktor und im Sand zusätzlich auch noch Breite/Luftdruck (was natürlich eh voneinander abhängig ist)
  • Um voran zu kommen, das weiss auch der untalentierteste tdi Fahrer, brauche ich Drehmoment. Allerdings nicht nur an der Kurbelwelle, sondern vor allem an der Achse! Sprich die Übersetzung muss max gering sein im Gelände. Also ein Transfer Case mit Untersetzung. Et Violá.
  • Zuletzt nutzt natürlich ein Allrad rein gar nichts wenn die Ränder nicht greifen, weil sie in der Luft sind. Klingt trivial, ist aber so. Eine Verschränkung ist das eine aber die  (mechanische) Sperre an der Hinterachse natürlich die perfekte Ergänzung.

 

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Warum nun dieser, wenn in Köln noch der große steht? Warum ein kleines 2,5 turbo Diesel Nähmaschienen Motörchen gegen einen echten 8,6Liter Männer Motor tauschen?

Klar! Weil ich´s kann. 🙂

Der Fall war klar ich brauche wieder ein drittes Auto und ich will mal eben schnell weg. Mal eben geht nicht mit dem Maggie, weil der TÜV braucht und einige Sachen zu machen sind und schnell geht auch nicht, weil man mit 7,5t eigentlich nicht schneller als 80km/h fahren kann/darf (Womo ist was anderes aber da sind wir wieder bei schnell).

Da kam der Iveco gerade recht. Technisch nichts (naja) zu machen und Ausbau kann ich eben selber schnell …
Daily deshalb, weil ich voll auf Kastenwagen stehe und auf Frontlenker und es sollte wieder ein allrad- LKW sein. Frontlenker ist er nicht ganz aber der Innenraum ist super nutzbar.
Allrad- klar und mit Untersetzung.

Im Gegensatz zu einem Bremach (die einzige mögliche Alternative, Orkas und andere Exoten lasse ich aus, diese sind schon exotisch genug) ist der Iveco aber praktikabel 2m breit. Die 1,75m der Bremachs sind nur für italiensche Strassen sinnvoll oder wenn es auf Pisten gehen soll in denen die Vegetation Grenzen setzt, da hat man mit landrover/Bremach Vorteile sonst nie!
Ein Bett geht beim Iveco auch quer mit 1,8m Länge, die Innenraumbreite der (alten) Bremachs ist unpraktisch und Platzverschwendung.

So hat der Neue auch schon den passenden sandfarbenen Lack und vor allem männer Bereifung (ist natürlich auch immer relativ aber beim Daily geht mehr als 9er nicht. Entspricht 9″ auf 100% Höhe, das sind ca. 95cm hoch aber relativ schmal mit ca. 28cm) Natürlich Michelin XZL, der wohl beste Offraoadreifen, der gebaut wurde. Und natürlich hört man dass auch ab 50-60 km/h. das ganze auf Sprengring und mit Schlauch- also optimal für die Zielregion. Für den Frankfurt Raum oder auch das Rheinland eher etwas über „normal 0“.

M´Hamid

Wasser Marsch

Klingt ja eigentlich nach einem klassischen Feuerwehrmann Spruch. Auch wenn das Auto von unten rot ist und ich heute an der „La grande Traverse“ zwischen Carnon und la grande Motte von einem Franzosen mit langen weißen Haaren, ca. Mitte 50 und offensichtlich auch gern in Marokko unterwegs, gefragt worden bin ob es von der Feuerwehr stammt, nein es ist nur Lack und das Wasser soll draußen bleiben.

Klingt trivial, ist es aber nicht, schon gar nicht bei einem italienischen Auto. So kam/kommt an der einen oder anderen Stelle Wasser rein wo es das nicht soll- spielt allerdings für die nächsten 4 Wochen sicher eine sehr untergeordnete Rolle!

Was mir allerdings direkt in Deutschland schon aufgefallen ist, dass die Kotflügel, die nun gekürzt sind, weil ja auch die Einstiege nicht mehr vorhanden sind, leider ohne Ablauf bis dato auskommen mussten! Habe ich keinerlei Erklärung für, wäre eine 1A Sollbruchstellen in 2 Jahren geworden, denn bei jedem Regen läuft über Löcher AUF den Kotflügeln (wohlgemerkt original, soweit ich das beurteilen kann und völliger Schwachsinn) Wasser In diese hinein. Nun läuft es auch wieder raus, hat mich den 4 mm und den 4,5 mm Stahlbohrer gekostet. Aber fair well – sie haben ein tolles Werk vollbracht und die Kotflügel werden es ihnen danken. Sie taten es spontan und vergossen quasi Tränen als das Regenwasser endlich seinen Weg aus den Kotflügeln fand.

Die Überführung- Iveco 40.10 4×4

Der Titel hört sich schon geil an und die ca. 48h waren dann auch entsprechend! Zum ersten Mal wirklich mit einem Iveco 40.10 unterwegs, der dann als Plus zur allgemeinen LKW Schwammigkeit auch noch fette 9er / 255/100-16 auf 16“ hat [edit: Der Horst von Vorbesitzer hatte 2,2 und 1,9 bar in den Reifen, das hatte ich aber erst Tage später geprüft]. Das war also ein Gefühl, die ersten Kilometer über Landstraße, dass nicht langweilig war.

Allerdings bin ich mittlerweile, was das Fahrwerk angeht der Meinung, dass es grundsätzlich sehr gute Anleihen hat für einen LKW der 4,5 t Klasse. Die Einzelradaufhängung an Drehstäben ist eine gute Konstruktion, die zwar im Gelände keine konstant Bodenfreiheit garantiert aber auf der Strasse deutlich besser funktioniert. Nun nach ca. 3tkm bin ich der Meinung, dass das Fahrwerk allerdings deutlich zu hart ist und zwar sowohl vorn wie hinten. Der Iveco ist zwar mit etwa 3-3,3t sehr leicht und hat noch viel Zuladung aber die Vorspannung der Drehstäbe werde ich mir sicher noch mal anschauen und auch die Anzahl der Blattfedern muss nicht für immer die gleiche sein/bleiben. In diesem Wagen werden sicher keine 4t mehr transportiert.

Aber back to topic und auch insgesamt deutlich gekürzt verlief die Überführung so, dass kürz vor Würzburg, nach ca. 200km, der hintere Tank leer war. Fälschlicher Weise war ich der Meinung der manuelle Umschalter für die beiden Tanksysteme stünde auf vorn. Also ADAC um 0.20h gerufen:

ADAC

 

Nachtgetankt:

nachtanken klein

 

Und dann, nachdem nix ging die Karre zu Iveco in Würzburg gebracht- btw 5.30h(!) und am nächsten Morgen:

Iveco Würzburg

 

… denn finally ist ausserdem noch das einzige elektrische Ding im Motor- oder am- einem Defekt unterlegen. Das elektromagnetische Abschaltventil, et voilà:

Abschaltventil

 

Die Funktion desselben ist simple wie interessant. Ich bin ja eher bekennender Otto Fan, nicht Rehhagel, aber bei einem Selbstzünder oder auch Diesel läuft der Motor ja, wie der Name schon suggeriert von selbst. Ergo bedarf es Gewalt um diesen ab zu schalten, die Sprit-zufuhr wird gekappt und die Rüttelkiste ist dann aus. Ein kleiner elektrischer Impuls sagt dem hübschen zylindrischen Ventil es möge schließen. Dumm nur wenn das Ding so doof ist, dass es „an“ und „aus“ nicht mehr versteht. Im konkreten scheint sich der Zapfen verklemmt zu haben. Deutet auch auf eine Fehlkonstruktion hin, denn das neue hat einen 8 eckigen Zylinder, der sich nicht so schnell verkantet und auf Schwebstoffe im Sprit weniger sensibel ist.

Die hilfsbereiten Herren von Iveco haben mir erstens den Hinweis und zweitens das wirklich unerlässliche Spezialwerkzeug um hinten unter die Einspritzpumpe zu kommen und an diese auch nur, wenn man zuvor die Spritleitung umlegt, im wörtlichen Sinne allerdings. Das trifft auf die Erfinder in Italien allerdings nicht zu, dachte ich mir in diesem Moment.

Hier noch mal größer- und jeder wird erkennen: „Du kummst hier nit ran“

 

EP_2              EP

Danach noch die Einspritzleitungen entlüftet und die Kiste schrie mich wieder an…

…nun endlich im neuen Layout

Nun habe ich endlich ein wenig Zeit gefunden, um die Webseite neu zu gestalten. Der Webcreator meines Servers war wirklich furchtbar und vor allem war der HTML Code auch nicht immer korrekt, was dazu führte, dass das Editieren nicht möglich war. Allein in Dreamweaver/Visual Studio o.ä. zu coden ist nicht mein einziges Hobby- fällt von daher auch flach…

Kurz vor dem Marokko Trip im Okt. 2012 hatte ich absolut keine Zeit mich darum zu kümmern und habe kurzerhand das offerierte blog Toll meines Hosters verwendet, leider furchtbar! Vor allem nervte unheimlich, dass es quasi unmöglich ist Photos ordentlich ein zu betten.

Neues  Jahr, neue Software. Habe also nun WordPress auf dem Server installiert, das Layout, sprich Theme, wird sich wohl noch ändern aber es ist schon mal ein Anfang. Nun kommen die Beiträge wieder online nach und nach und viele, viele Photos, die noch fehlen…

M Hamid noch 35km

M Hamid noch 35km