Ich starte eine kleine Serie, in der ich den Aufbau von Sieben3 – meinem Expeditions Truck auf Basis Ford E350 Econoline – „dokumentiere“. Unter anderem möchte ich damit für mich festhalten wie viele Stunden/ Tage in den Aufbau/ Umbau fließen. 

Beginnt jetzt der Spaß oder Stress? 🙂 … Wir werden sehen.

Auf der Überführung von rund 450 km fielen einige Dinge auf, die zügig erledigt werden müssen, weil sie extrem nerven. Das erste Problem, dass mittlerweile gelöst ist, ist die Lichtmaschine, die nicht laden wollte. Die LiMa ist refurbished und funktioniert, hatte allerdings offenbar nicht den korrekten Erregerstrom. Das Ergebnis waren 2 Akkus mit 10.3 Volt in Köln. Die LiMa lädt aber jetzt mit vernünftigen ~14,2 Volt. Es ist übrigens eine Leece Neville mit 160 Ah, die i.d.R. nur in Commercial Trucks, Traktoren, Baumaschinen und Schulbussen verwendet wurden. Done.

Das Zündschloss schaltet normalerweise auch den Motor aus. Ein Diesel läuft solange, wie er Sprit und Luft bekommt, ergo gibt es an der IP (Einspritzpumpe) den FSS (Fuel shut Off Switch), der ein elektrisches Signal bekommt. Seit dem Desaster in der Kölner Werkstatt, in der „plötzlich“ die LiMa in Rauch aufging/ die neuen Optimas defekt und diverse Steuerungen (u.a. das Automatikgetriebe) „aber ganz sicher nicht mit 24 Volt überbrückt worden“, funktionierte das Abschalten nicht mehr. Sprich Ausschalten nur durch ziehen des Steckers an dem FSS. Funktioniert jetzt. Done.

Die Kiste leer räumen war schon ein halber Tag Arbeit. Werkzeug Kisten, das Bett, Ersatzteile, Kanister mit Ölen und Sprit und die 4 x 315/75-16 :

315/75-16 🙂

Die Perspektive täuscht – die Räder passen tatsächlich etwas besser. Man beachte den silbernen Freilauf Naben Deckel, der etwa 10 cm tiefer liegt.

 

Ich habe dann doch zunächst damit begonnen den Innenraum zu schreddern, b.w aus zu räumen. Der Innenraum soll zunächst komplett gestrippt werden und dann neu aufgebaut. 1. weil Glasfaserwolle im Auto steckt, die ich nicht haben will und die auch Feuchtigkeit zieht und damit das Auto von innen vergammeln lassen kann und auch rosten. Tatsächlich sah es sehr gut dahinter aus. Der Innenraum ist mit Teppich ausgekleidet und meist über den originalen Krankenwagen ausbau in schicken beige 😉 Das war auch tatsächlich ganz gut gemacht. Das Ganze war auch Multiplex Holz in 9-12 mm geklebt.

Umfassbar viele Schrauben! Immer wenn ich dachte, ich hätte an einem Brett alle Schrauben gefunden, waren da noch 3 oder 4 Schrauben. Wahnsinn. Und wenn ich dachte es geht jetzt los, dann fand ich: NIETEN! So eine scheisse… seht selbst:

NIETEN

… und dann waren da noch die Highlights, die mich zu lachen brachten:

Kaffee Filter

Die Jungs bei ausbau waren so schmerzfrei, dass sie den leeren Karton von den Kaffee Filtern auch gleich mit verbaut haben 🙂

So eine Ambulance hat natürlich eine Menge hübscher bunter Lampen, die ich alle nicht brauche und die natürlich auch nicht zulässig sind. Deshalb auch der zusätzliche Verteiler:

Strom Verteiler

Ich habe stück für Stück etwa die 1/3 der Kabel getrackt und ausgebaut:

Kabel

Die Bodenplatte hatte mir schon im Vorfeld Kopfschmerzen bereitet – und so kam es dann auch. Totaler Horror, allerdings sind jetzt die richtigen Werkzeuge gekommen, dann wird der Rest relativ einfach zu erledigen sein:

Luftfederung:

Mache Dinge sind auch einfacher als vorgestellt: Die Luftfederung war immer max. hard. Meine Vermutung war, dass das Regelventil nicht korrekt eingestellt war. Und siehe da, so ist es. Das Teil, welches ich da bewege, sollte an der Rahmen sein und wenn sich sie Achse rauf bewegt, mehr Luft in die Federn pumpen, um das aus zu gleichen.

 

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