Es geht ja nichts über den richtigen Spruch an der richtigen Stelle. Unter den top ten ist sicherlich der „nachher ist man immer schlauer“ und weil das so ist und es immer noch Leute gibt die täglich meine Seite besuchen, möchte ich ein paar gute Ideen sharen [neudeutsch für mitteilen].

Ich werde in der Sektion auf das Equipment eingehen, welches ich mit auf den Trip genommen habe aber vor allem soll es darum gehen, was beim Iveco 40.10 4×4 gut funktioniert hat. Ich bin  so ein Typ, der fast nichts anschafft ohne das optimale Produkt aus zu wählen. Die Kriterien sind so unterschiedlich wie man sich nur vorstellen kann, es hängt immer davon um welches Teil es geht.

Manchmal ist das Kriterium Qualität, mal Preis, mal Verfügbarkeit, mal Vielseitigkeit ….

Die Ausrüstung, die ich auf dem Weg nach Marokko im LKW dabei hatte:

  • Die Cam: Ist eine Panasonic G3, mit Pancake X 14/45mm und ein 45/200mm Tele [beim micro 3/4rds Standard mit Crop-Faktor 2!]. Es sollte unbedingt eine Cam mit Wechsel Objektiven sein, micro 4/3 hat einen vertretbar kleineren Sensor und die G3 ist mit EVF und guter Bedienbarkeit ein tolles Produkt. Außerdem ist die Community stark und es gibt „custom ROMs“ die Video Bitraten jenseits von 47Mbit ermöglichen! Ausklappbarer Monitor ist natürlich auch absolut super um kreativ werden zu können (auch über Kopf oder unter den Truck)
  • HTC Flyer Tablet mit ALK Copilot mit EU Karten und eine Software für Open Street Maps: ALK hat sich auch auf dem Handy gut bewährt, auf 7″ ist das natürlich geil. OSM habe ich schlussendlich in MK kaum verwendet. Ich bin mehr nach Schildern/Wege Steinen gefahren.
  • HTC One X mit Sygic EU + Marokko Karten und als „always on“ Cam inkl. GPS Daten im Photo! Da nun das HTC One am Start ist, ist die Cam vom X natürlich schon obsolet- eine echter Fortschritt. Sygic Navigation kann ich absolut NICHT empfehlen. Wenn es läuft ist die Software zwar nice aber der Support ist eine Katastrophe, da man keine Antwort bekommt. Außerdem ist mir Sygic in MK abgeschmiert und nach dem Neustart ließ sich der Key nicht mehr aktivieren und folglich nicht nutzen! Ziemlich blöd eine Navigationssoftware, die im Ausland den Geist aufgibt- da wo man sie braucht! Hatte ja zum Glück noch ALK.
  • Olight SR50: Ich wollte die endgültige Lösung für Licht, da kommt natürlich nur LED in Frage, die Zeiten von nonsens à la Maglite sind definitiv vorbei. Ich habe lange gesucht und es gibt wirklich viele, viele verschiedene. Es sollten ca. 1000 Lumen sein und so große Akkus, dass man nicht nach 1 Stunde im Dunkel sitzt. Die SR50 habe ich für rund 100€ gekauft + Akkus + NT aber es hat sich gelohnt! Tolle Verarbeitung und in kleiner Stufe schon wirklich hell. Sprich so hell, wie man es bei einer Taschenlampe erwartet- so läuft sie Stunden. In der HELLEN Stufe ist nach 1-2h Schluß aber ein Xenon Scheinwerfer am Auto ist das einzige Vergleichbare, was ich so kenne. Ich kann damit problemlos im gegenüberliegenden Haus 100m entfernt das Wohnzimmer ausleuchten!
  • Kenwood 4021 BT doppel DIN + Mac Audio 20er Koax und custom made Dashboard Case aus Flugzeug Aluminium: Das Kenwood ist super und mit Vollausstattung inkl Bluetooth Freisprecheinrichtung. Der 6,5″ Touchscreen mit Videoeingang ist für eine Rückfahrkamera vorbereitet, die ich aber wegen der kürze der Zeit nicht verbaut hatte. Ein separater Schund Monitor, wie man sie häufig sieht, käme für mich nicht in Frage. Schon aus optischen Gründen gehen diese QVGA Aufsteckdinger gar nicht. Die Mac Audio 8″er Koax habe sich ebenfalls sehr gut bewährt, die rocken super und sind für den Bootsbau vorgesehen, sprich wassergeschützt und damit ideal für Flussdurchfahrten oder ähnliches. Da das Ganze noch ordentlich verbaut werden muss, gut vom Fahrersitz erreichbar und der Monitor sichtbar (im Hinblick auf Sonneneinstrahlung), musste eine Spezialhalterung her. Das war ein Fall für den Mario, [der, der mit dem (Alu)Blech tanzt]. Der hat´s echt drauf Flugzeugaluminium (T6000er) zu verarbeiten. Design/Verarbeitung top!
  • Adobe Bridge, Windows 8 Photo Galerie, WordPress, Windows Home Server 2011 Das ist meine Ausstattung, mit der ich meine Webseite gestaltet (die neue) habe, meine digitalen Daten lagern und ich 2500 Photos verwaltet habe, um sie aus zu wählen, zu bearbeiten, in Kategorien zu ordnen und zu veröffentlichen.Gerade Adobe Bridge hat sich bestens bewährt um durch über 2000 Photos zu scrollen und zuzuordnen. Schnelles scrollen, schnelle Vollansicht sind dabei wirklich wichtig. Ohne Bridge wäre ich irre geworden.
  • Lenovo X201s [„s“-Versionen sind mit der Stromsparversion der Intel CPU ausgestattet und dem 1440×900 12″ Display (btw ist das Panel selbst von Toshiba)] und Ultrabay inkl. einer HDD als tägliches Backup. Das Ding ist i7 und 180er SSD und 6GB RAM ausgerüstet, Gerade die SSD ist absolut unverzichtbar. Tolles NB, klein, Schub, voll Docking fähig um auch mehr als FullHD an einen zweiten Monitor aus zu geben und eine zweite HDD anzudocken. btw auch noch umkaputtbar- das Teil.

 

Wie sieht es nun mit den 3 Tonnen Altmetall aus? Was hat da funktioniert?

Oft sind es nur ganz triviale Dinge und vor allem Features, die einem nicht-Daily-Fahrer wohl nie auffallen würden. Deshalb aufgepasst und weitergelesen:

  • Die Van Karosse ist genial. Bei relativ wenig Gesamtlänge von nur 4,80 + Koffer hinten + Rammbügel gibt es eine sehr lange Innenraumlänge. Der Motor sitzt weit hinten, direkt über der Vorderachse und reicht ein wenig in den Fußraum vorn ohne den Durchgang zwischen den Sitzen zu versperren.
  • Die Van Karosse hat fast senkrechte Wände, was sehr gut nutzbaren Innenraum ermöglicht.
  • Die Dreiecksfenster habe mir in den 90ern im Käfer schon tolle Dienste geleistet, bei geringer Geschwindigkeit (LKW) und großer Hitze (Sahara) perfekt.
  • Riesige Räder und hoher Einstieg, klingt erstmal doof. Klar sollte ein Minimum an Sportlichkeit mitbringen aber sonst sehe ich nur Vorteile. Parkhaus fällt sowieso flach und deshalb ist die Sichthöhe von über 2m super für einen entspannten Ausblick vom Fahrersitz. In MK konnte ich über die Sichtbarrieren entlang der Autobahn drüber schauen die ein Geländewagenfahrer nicht überblicken kann. Noch besser der Vorteil, dass Passanten nicht reinschauen können und Kinder keine Chance haben in das Auto zu gelangen- auch wegen Diebstahl oä. Die Höhe schafft auch einfach Respekt bei andere Verkehrsteilnehmern.
  • Custom made Aluamaturenbrett: Geiles Design klar aber auch kein Plastik, das Hitze speichern kann! Der Effekt ist Wahnsinn. Ich habe mittags den Truck in Sagora bei 40 Grad im Schatten (den es dort natürlich nicht gibt!) abgestellt und eine Stunde später wieder rein. Klar warme Luft aber nach ein paar Metern mit offenen Kippfenstern ist die Temperatur ok! das Armaturenbrett speichert keine Hitze, wirklich geil und seit dem Käfer [dem alten natürlich] schon in Vergessenheit geraten. Die Isolation der Karosse tut natürlich ihr übriges. Eine Klima habe ich jedenfalls nicht vermisst!
  • Tank as much as you can: Klar 3 Tanks sind absolute maximal Austattung beim Iveco. Reichweite auf der Bahn bei 95km/h nach GPS rund 1800 km!
  • Bett quer: Bei mir ist der Innenausbau absolut leicht und effizient. Das Bett folglich fest verbaut auf Aluleitern. Der Raum darunter ist Stauraum, der sowohl von hinten über die Türen, als auch über den Innenraum erreichbar. Das sind 1,50m x 1,8m x 0,40m. Ich wußte erst gar nicht was ich da alles rein packen sollte. Das Bett selbst ist quer zur Fahrtrichtung und mit 1,80x 1,40m mehr als komfortabel. Die Herrschaften der Landrover-, Landcruiser-, G-Modell- Fraktion, die ich unterwegs traf waren recht neidisch, wie simpel und effektiv das funktioniert. Obige Fahrzeuge sind alle toll verfügen aber über null Innenraum Breite und haben die quasi gleiche Grundfläche. Bei allen müssen die Betten längs verbaut werden und idR mit Hochdach oben befestigt. Also immer erst bauen, abends auf- und morgens -ab. Oft bin ich morgens später raus (bw eigentlich eben nicht raus, weil ich ja mein Bad im Auto habe, mit 40/56l frisch Wasser) und war trotzdem als erster morgens weg/bw unterwegs. Mein nächstes Projekt wird wieder so!

 

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