Car HiFi und Elektrik … das kann man super am Sonntag machen [da laute Arbeiten ja rausfallen]. Irgendwie hat sich das manifestiert, auch wenn generell nur noch wenig Arbeiten wirklich Krach machen. Elektrik ist nicht unbedingt mein Spassgebiet – aber wat mut, dat mut und mit der Übung gehen die Sachen auch leichter von der Hand…

Als da war die Sache mit dem Helix B62c: Meiner Meinung nach TOP System, vor allem für den Preis von ~ 120€. Das ist mein Front Audio System, mit dem ich sehr zufrieden bin. Klang, Druck und Preis sind top. Die Weiche, es ist ja ein Kombo System, ist technisch vielleicht gut aber die Kabel und auch die Verschraubung ist leider Murks. Die Kabel habe ich mittlerweile, da auch neue Türverkleidungen angefertigt habe, komplett ersetzt. Dabei musste ich leider feststellen, das eine Schraube durchdrehte – das tat ich dann auch …

Helix B62C Frequenz Weiche

…wirklich durchgedreht bin ich natürlich nicht, dafür habe ich viel zu krasse Sachen schon mit Fahrzeugen erlebt, als dass mich das noch schocken könnte. Oben sieht man schön, wo ein Kabel fehlt. Das wäre gar nicht so problematisch, wenn die Helix Kabel im Lieferumfang nicht sooo scheisse wären, denn dann würde ich einfach an das Kabel anlöten und fertig. Diese Kabel sind aber so dünn, dass das nicht auf Dauer hält.

Helix Frequenzweiche B62c

Lösung 1:

Auf den Schraubenkopf löten. Naja, da war der Wunsch Vater des Gedankens. Hielt 10 mal Tür auf – zu schmeißen. Ich glaube das Finish ist Chrom, also im chemischen Sinne, und darauf hält wohl kein normales Lot. Also keine Lösung. Abfeilen und dann löten, war der nächste Gedanke aber dann…

Lösung 2:

, als ich die Frequenz Weiche wieder in der Hand hatte und von der Innenseite der Tür abgeschraubt, kam mir eine viel solidere Lösung. Solide und praktikabel ist ja genau mein Ding: 

Wie man oben vielleicht sieht, ist das PCB, also die Platine, nur in das Gehäuse gelegt, hier immer ohne Deckel zu sehen, btw. Ergo sieht das dann so aus…

Rückseite des PCB

…ja richtig erkannt, jeder Lötpunkt auf der Rückseite entspricht einer Leitung, sprich 2x IN, 2x Hoch- und 2x Tieftöner:

..angelötet

Ergo einfach auf der Rückseite angelötet – fertig! Klar muss man jetzt immer zum Lötkolben greifen, wenn man die Kabel demontieren wollte aber ich wüsste nicht wozu ich da noch mal ran müsste.

Man beachte diese 1a Arbeitsumgebung mit per, gerade herumliegenden, Tape an ein Kabel befestigten Lötwerkstück. Dazu im übrigen wieder den 30 Watt KfZ Lötkolben verwendet, ultra praktisch das Teil (wenn man gute Batterien hat und oder Solar).

angepasstes Gehäuse für rückseitigen Ausgang

neuer Hack, nachdem die Verschraubung unbrauchbar wurde

So sieht das Ganze dann final aus, ohne Deckel. Der kleine “Durchbrauch” passt perfekt.

Weiche in der Tür eingebaut

Ich denke man kann sehen, dass das eine der 6 Kabel von der Rückseite der Platine kommt. Da die neuen Türverkleidungen, kleiner Spoiler, direkt auf der Tür aufliegen, ist kein Platz mehr für irgendetwas. Selbst nicht für Kabel. Die Weiche muss daher in die Tür, darf da aber dem Fensterheber nicht im Weg sein, nicht herum fliegen etc etc.

Daher kommt nur schrauben in Frage. Sprich nur die Rückseite vom Innenblech. Jetzt muss man da natürlich noch mal heran kommen können, alles nicht so einfach. Ich habe am Ende metrische 50er Edelstahlschrauben durch die Tür und das komplette Weichen Gehäuse geschraubt. Man muss nämlich wissen, dass der Deckel der Weiche auch eine ziemlich labberige Angelegenheit ist! Sprich der fällt unter Garantie irgendwann ab. Dann fliegt der in der Tür herum und die “Weichteile” sind nicht geschützt. Also 2 Hacks auf einmal. Eigentlich schon ein bisschen speziell diese Helix.

Man muss natürlich Löcher dafür in das Gehäuse der Weiche bohren, da dafür nicht vorgesehen. Hält aber nun bombe, sowohl elektrisch, wie mechanisch.

 

Der nächste Punkt sind elektrische Zusatz Verbraucher. Das ist ein weites Feld! Ich habe gezielt nicht geplant viel Strom zu verbrauchen. Ja ich habe 200 Watt Solar auf dem Dach aber die dienen u.a. sehr zuverlässig dafür, im Winter die Batterien immer lecker voll zu halten, wenn man 2 x glühen und Starten muss. 

Ich bin soweit ausreichend ausgestattet, wie ich meine:

  • 2 x USB Strom am Bett
  • 2 x USB Strom hinter der Kühlbox am Solar Regler
  • 2 x USB Strom im Armaturenbrett
  • 12 Volt Dose im Armaturenbrett

Letztere kann zB mein Notebook mit Strom füttern oder die Kühlbox (Absorber Dometic), wenn ich fahre. Im Stand kühlt sie aber besser über Propangas.

Strom vom Solar Regler bekommt auch das Relais für die Surflo Wasserpumpe. Keine Ahnung wie viel Strom die zieht, es ist aber nicht viel, vielleicht 3A. Trotzdem ist sie an einem Relais und selbiges gibt nur Strom ab, wenn der Schalter umgelegt ist. So dass bei einem Defekt des Wasserhans nicht “gravierendes passieren kann”. Sprich, wenn man länger nicht im/am Auto ist, legt man den Schalter zum Hahn um. Am Solar Regler kann man per Knopf den Ausgang zu Verbrauchern stoppen.

Damit bin ich eigentlich durch. LED Lampen werden alle über USB geladen.

Aber in der Coronazeit ist letzteres. Sprich Zeit. Daher nehme ich mir mal das Ding vor …

Ambulance Relais Station

Das Ding war schon in Sieben3, als die Kiste noch mehr ode weniger Ambulance war. Das hier steuertet allerlei Lampen und Sirenen. Ich habe natürlich keine Dokumentation davon. Ich vermute, dass das Teil unten ein Relais ist, das frei schaltet, wenn der Motor läuft. Sprich “Klemme D15” oder Spannung über 13 Volt. Das Dings ist übrigen made in Germany :-).

So liegt es jetzt schon 3,5 Jahre in meiner Elektro/Kabel Tasche herum. Wie man sieht sind, da massig Kabel abgeschnitten. Solche Dinger kann man auch kaufen oder im Detail selbst zusammen bauen. Das charmante ist aber zum einen Teile des original Autos wieder zu verwenden, zum anderen ist es sowohl ökologisch, wie ökonomisch.

Wieso/weshalb?: Für nicht-Elektriker hier in a nutshell. Wenn man einen Verbraucher anschließen will, der konkret mehr, als 50 Watt verbraucht, wird man im Auto immer erst ein Relais zwischen schalten müssen. Bei kleineren Schaltern, die elektrisch filigraner sind, wie die hübschen Aluteile mit dem runden LED Ring, dann kann das schon knapp werden. Sprich die brennen dann durch oder sind deutlich teurer. 48 Watt = 4 A x 12 Volt. Sprich alles unter rund 3A Verbrauch im KfZ Bereich (=12 Volt) geht ohne Probleme und Nachdenken. Ein Relais kann die hohen Ströme aushalten und schalten. Der “kleine” Schalter oder Taster triggert dann nur das Relais, welchen dann den “Kraftschluss” erzeugt.

Die Idee ist also Wiederverwendung. An dem Lastrelais, das fette Teil aus Stahl, finden sich 1 x fette Leitung Plus zur Batterie, direkt. 1 x rel. fettes Masse Kabel. Sowie das Ganze 2 x in klein. Ich werde wohl auf diese Teil verzichten, da es mir nichts nützt. Ich möchte hier Verbraucher anschließen, die ich im Stand nutzen kann.

Die 6 schwarzen Dinger sind also Relais. Hier sind 4-polige drin. 

Puhhh, da muss man erst mal durchblicken. Die 4 Pole auf der Rückseite der Relais sind an Plus und Minus zu verteilen; einmal für Verbraucher und einmal zur Batterie/Masse. Es gilt grundsätzlich dass die Kabel in beide Richtungen gleich stark sein sollten. Genauer: Gleichen Widerstand. Der hängt natürlich auch von der Länge ab. Da das Masse Kabel in diesem Fall aber nicht bis zur Batterie zurück führen muss, kann es vom Querschnitt her dünner sein. Das sieht man auch schön an der 3er Klemme, eine Seite führt die Masse Kabel weg. Die waren original à 5-10 Stück nach unten aus der Karosse an den Fahrzeug Rahmen geführt. Interessanter Weise kann ich mich noch gut daran erinnern diese alle am Rahmen abgeschnitten zu haben.

Ich werde jetzt mal hingehen und überprüfen welche Relais noch vollständig korrekt verkabelt sind. 1 Relais hat schon mal 2 Kabel an den Klemmen verloren. Dann gilt es zu prüfen, welche der Masse- und Plus- Kabel noch richtig verlegt sind. 2 bis 4 Relais werden mir wohl sowieso reichen. Es ist natürlich auch möglich mehrere Verbraucher an 1 Relais zu schalten. Das sieht man zB an den beiden grauen Kabeln. Die Farben der Kabel sind übrigens nicht 100% stringent, also nicht von rot täuschen lassen.

2 Kabelstränge gehen an Plus und einer an Minus, zu sehen an dem 3-fach Verteiler. Das ist also KEIN reiner Masse Verteiler.