Der 3rd Party Objectiv Hersteller Sigma hat bekanntlich verschiedene Serien an Objektiven im Sortiment: Die Art Serie, die ohne Kompromisse hergestellt wird und generell qualitativ sehr gut sing sind, gleichwohl aber auch teuer und groß/schwer und die contemporary Serie, die günstiger bei ähnlich guter Qualität ist. Zumindest optisch, mit “Kompromissen“ bei der Material Güte.

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Sigma 30 mm F1.4 DC DN @F1.4

Das kürzlich vorgestellte 30 mm Objektiv für APS-C, wie die Sony Alpha 6000 ist aus der zweiten Serie und mit sehr schnellen F1.4 ist es quasi konkurrenzlos (unterhalb ~1200€). Es gibt von Sigma das alte 30 mm 2.8 oder von Sony das SEL 20 mm F2.8 oder das neue Sony FE 28 mm F2.0. Letzteres ist das einzige halbwegs vergleichbare zum ähnlichen Preis. Das Sigma liegt bei 400€ UVP. Jedoch ist der Unterschied zwischen Blende F1.4 und F2.0 beim Sony schon sehr drastisch!

Sigma 30 mm F1.4 @ Sony Alpha 6000

Sigma 30 mm F1.4 @ Sony Alpha 6000

Ich bin ja bekennender Fan vom Nutzen geringer Tiefenschärfe als kreatives Element, siehe Canon FD 50 mm F1.4. Für Portraits und ähnliches sind 50 mm an APS-C ja umrechnet 75 mm KB, sprich nahe an dem klassischen 85 mm Portrait Objektiv. Am relativ großem Sensor ist lässt sich damit eine schöne Tiefenschärfe abbilden.
Das 30 mm ergänzt das 50er damit sehr gut und ist für meine bevorzugte street photography gut geeignet. Das 21er Samyang gefällt als Ergänzung im Hinblick auf die Brennweite noch besser, das Sigma ist allerdings ein Objektiv ohne Kompromisse, sprich voll elektronisch.

Technische Daten: Technisch ist das Sigma recht aufwändig gestaltet mit 9 Linsen in 7 Gruppen. Dazu 9 abgerundete Lamellen Blenden.

Autofokus: Das Sigma unterstützt den Phasen Detections Autofokus der Alpha 6000, sowie auch den Kontrast Autofokus. Die Geschwindigkeit habe ich nicht wissenschaftlich gemessen, würde sie aber im Phasen Modus als blitzschnell bezeichnen. Wirklich verzögerungsfrei und auch geringfügig schneller als das 16-50 mm Kit Objektiv.

Verarbeitung: Alles Top verarbeitet, Alfred aus Kunststoff, sitzt aber alles bündig und nichts klappert. Bajonett sitzt straff. Fokus Ring nicht zu locker oder straff, lässt sich gut mit dem DMF Fokus nutzen.

Chromatic aberration: Leider einer der Schwachpunkte der Canon FD, zumindest beim 50er F1.4 und 28er F2.8, ist beim Sigma kein Thema! Ich habe keine Test Bilder dazu aufgenommen aber einige hundert auf der Bad Kissingen 2016. Bei keinem sind mit Farb Ränder aufgefallen.

Bokeh: Dazu habe ich keine klassischen Photos im dunkeln aufgenommen. Ich hatte nicht die Gelegenheit dazu. Allerdings stand mir ein Biegel Welpe “Modell“:


Noch ein Beispiel zur Detail Schäfe, Farben und Kontrast. Ein wenig abgeblendet auf F2.8 sind auch Details in den Flügeln der Hummel, hier liegt der Fokus, scharf. Bis F1.7 ist leichte CA zu sehen, jedoch weniger als beim schon guten Samyang 21 mm F1.4 und viel weniger als beim sonst guten alten Canon FD 50 F 1.4.

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