So jetzt habe ich ja ca. 30 Monate länger geschraubt, als gedacht aber am Ende des Tages muss das alles auch funktionieren, sonst ist das gescheitert! Aus halbes Jahr wurde dann eher 2,5, was aber an verschiedenen Dingen lag, die nicht direkt an der Technik hingen. Also einfach mal ne Tour machen. NL (aka Holland) bietet sich aus NRW natürlich an, war mir aber als “Testfahrt” zu langweilig, da rief mich ein Kumpel an und verriet mit etwas von einem Sandstrand in Südfrankreich über den man nicht nur fahren, sondern auch darauf campen kann/darf. Jepp! Bergeseil bestellt und siehe da … Kühler defekt.

Natürlich gibt es dabei keinen kausalen Zusammenhang und es scheint das letzte Bauteil zu sein, dass durch eine bezahlte Werkstatt kaputt gemacht hat [Loch auf der Innenseite des Kühlers, genau gegenüber des reparierten Bauteils]. Natürlich nicht nur ohne dafür Verantwortung zu übernehmen, sondern noch nicht einmal bereit sich das Bauteil an zu schauen! Dazu mehr an anderer Stelle.

Also 800€ in die Hand genommen, für ein neues Kühlernetz aus Kupfer/Messing. Tja das war die Reisekasse, danke an die Werkstatt.

Damit lag das Abreisedatum knapp 2 Wochen später, was Einfluss auf den besagten Stand hatte … dazu später mehr, hier schon mal ein Appetizer:

Sieben3 am Strand

Dieser Artikel ist heavy to load! Sprich massig viele Fotos und Video, die geladen werden. Die Videos sind MP4 und H264, das läuft in Google Chrome nativ, sonst ggf. anderen Browser probieren. Meine Videos sind nicht auf YouTube.

Der Plan sah also einen ca. 2 Wochen Trip nach und durch Südfrankreich vor. Ich sage mal klassische Route, sprich straight nach Süden, an der Nacy vorbei, dann Senf (aka Dijon), dann den Löwen (aka Lyon) und dann Kreisverkehre bis zum Meer. Bei einem Roadtrip fährt man natürlich nicht Péage, sondern mautfrei (aka Rue National oder kleiner). Das geht bekanntlich bis Lyon ziemlich fix und stressfrei, dann wird es zäh, sehr zäh. Bis zum Oberzentrum, ex römisches Zentrum, Unistadt, Montpellier, sind das dann ca. 1200 km. 

Da ich keinen Stress oder ein definiertes Ziel hatte, brauche mich mich auch nicht zu beeilen, sprich es ist völlig Latte, wie lange ich am Tag fahre und ob ich in ein, zwei oder drei Tagen da bin – wenn die Route schön ist und Spaß macht.

Aber noch mal einen halben Schritt zurück: Packingliste.

35er Ersatzrad, 2 Werkzeugkisten, 20l Kanister, 2 Euroboxen und so …

 

Ich bin da kein Fetischist. Es muss alles essentielle dabei sein, zum Reparieren, ein paar Klamotten und natürlich Grill und entsprechend Zeug. Ansonsten bin ich beruflich so oft auf Reisen, dass das grundsätzliche Packen in einer halben Stunde erledigt ist. Wie gesagt Klamotten sind völlig egal in Südfrankreich im Sommer, weil heiß. Eine lange Hose und ein Fleece für die Cevennen – feddig.

  • Werkzeug: Logisch – meine normale Werkzeugkiste war dabei. Die 2. für “große” Teile, sprich Nüsse über 17 mm, Rad Schlüssel, Hammer etc. Die kleine Kabel Tasche mit Elektrik Zeug, 12V Lötkolben etc, die Box mit 20 Fächern für kleines Zeug, wie Schrauben, Fittings etc, und ein kleiner Karton mit dem Rest, wie Kleber, Sprühkleber, Kabelbinder etc. und natürlich Spanngurte – dazu später mehr!
  • Ersatzrad. Bei meiner Karre ist das ggf. erwähnenswert, weil das Ersatzrad mit der Alufelge 39 kg wiegt und 90 cm Durchmesser hat! Mein definierter Kofferraum, der im “Stage 1” Konzept auch die Aufnahme des Monsterrades geplant hat. habe ich eigentlich nie dabei – dazu später mehr!
  • Stuhl
  • keinen Tisch – denn ich habe einen kleinen Klapptisch am Stuhl und einen größeren am Auto, siehe oben.
  • Moutainbike, tja ohne ist schlecht – ohne Radträger auch. Und da ich anderen Prios vor Abreise hatte #Kühler, habe ich das Rad kurzerhand einfach rein gestellt. Geht natürlich problemlos, hat mich aber megamäßig genervt auf der Fahrt. Das ist allerdings auf der anderen Seite auch etwas gutes. Im Gegenschluss kann man vermuten, dass es keine anderen, größeren Issues gab.
  • Grill für draußen und Kocher.
  • Sonnensegel, das war für meine Dachterrasse gedacht und ein paar Tage zuvor gekauft, so habe ich es einfach eingepackt. Leider viel zu groß mit 3,6 x 3,6 Meter aber besser als nichts. Da muss ich noch etwas passenderes finden, ähnlich dem Rad.
  • Das war es auch schon, sonst nur Kamera Equipment und gute 55 GB Daten, die ich jetzt Sichten muss…

 

Das Auto ist ja schon eine Weile “fahrbar” (im Sinne von Reise fertig) – und in den letzten Wochen habe ich vorrangig Kleinigkeiten gemacht, wie Tisch hier, Dusche da. Nur war da die Sache mit dem Kühler, der ein Loch hatte, was im Winter gar kein Problem war und auch im Frühjahr keines. Diese Maschine läuft auch mit 6 Liter weniger Wasser nicht warm, sprich über 12 Uhr Stellung. 30 Liter Wasser gehen rein. Aber was muss, muss dann wohl. Morgens der Anruf, dass der Kühler in 2 h fertig sei, Mittags abgeholt und um 16h eingebaut. Am nächsten Morgen los. Kleinen Service (was für ein unsinniger Begriff) habe ich tags zuvor schon gemacht, sprich Motor Öl und Filter neu, Motor Kühlsystem gespült und neu befüllt, nachdem der Kühler drin war.

Dann easy going. 3tkm sind eine Menge Sprit, wenn man 4 Tonnen bewegt, die 2,60 hoch sind und 30 Jahre alt. Denn das ist eben kein CommonRail Sprinter. Tatsächlich. Der Besitzer eines 30 Jahre alten FZ aus Deutscher Produktion, dass 5 to und 4×4 hat, wird sich die gleichen Gedanken machen. Sprich zB ein 613 Düdo, der allerdings kein 4×4 hat.

Um das – auch für mich – überraschende Ergebnis vorweg zu nehmen: Es ist der rechte Fuß! Ich weiß natürlich, das ich einen schweren rechten Fuß – in Deutschland – habe aber das Ergebnis hat selbst mich überrascht. Ich habe das FZ ja schon 8 Jahre und ein paar tausend km gefahren. Im Vergleich zu meinem üblichen Verbrauch zu Hause und ein ganz wenig durch Deutschland habe ich mit LKW Tempo auf der BAB und Rue National gut 30% weniger Sprit verbraucht. im Vgl zum Kurzstrecken Betrieb sind es 50%. Kurzstrecken Betrieb meint aber auch, dass ich mit dem 5 tonner so schnell fahre – oder schneller – als die meisten PKW.

Es geht also doch, wenn man streichelt und keine Ampeln hat. Ampeln und die Verkehrsführung ist ein Problem, an dem Deutschland ja völlig gescheitert ist: Ampeln die auf rot schalten und erst bei Überfahren wieder auf grün etc. etc. Total sinnig, den Verkehr von 50 auf fast Stillstand herunter zu bremsen und anschließend wieder beschleunigen zu lassen. Reifenabrief/Bremsstaub und natürlich Abgase, wie auch Lärm Emissionen. Und um dem entgegen zu wirken die völlig unsinnige Konsequenz: 30 Zonen, so dass der Verkehr nur noch stop and go ist.

Wenn man das nicht hat, wie in Frankreich mit den 2-spurigen Kreisverkehren, geht bei mir der Verbrauch um gut 35% runter und ich bin im Süden in den großen Kreisverkehren mit rund 40 km/h durchgefahren. 

Automatik und quasi nur 1 Pedal, denn bremsen nutzt nichts. Man ahnt, das ist lässiges Autofahren.

irgendwo Richtung Saarland

natürlich Regen

… die ersten fremdartigen Schilder …

Mal checken, ob alles noch dran ist… und siehe da selbst das sog. Kanacken Endrohr ist noch da 🙂

PS: Die Pixelfehler im Video liegen – auch bei den anderen – im Video Schnitt begründet. #Keyframe

soso ca. 6.30h da – natürlich nicht! 1000km

… aber die Richtung stimmt. Gefahren bis ich auf den ersten Rue National war und dann das für gut befunden habe:

Blick nach hinten raus

Leider alles massiv voller Mücken, im Bereich Sonnenuntergang, bw kurz davor. Daher habe ich draussen keine Photos mehr gemacht. Im Prinzip war es so: Rue National rechts im Bild, dann eine kleine Abzweigung und davon ging ein ca. 30 Meter stück ins Feld, wo ich jetzt stehe. Das ganze hinter einer Hecke/ Baumreihe von der Strasse getrennt. Sehr schön und mit Imker Kleidung hätte ich draussen noch ein kaltes Bier getrunken. So eher nicht.

Aber ich habe ja zum Glück eine Dachluke:

Das war die “Ecke”, wo ich in F die erste Nacht stand. Wunderschöne schnurstrax gerade Strecke, die 8er-Bahn mäßig rauf und runter ging – mega lustig. 

sun in the mirror

Haubenblick am nächsten Morgen, nach Osten

Stellplatz #1

genauer da unten – über Nacht Regen, da bin ich sicherheitshalber noch die paar Meter vor gefahren. Man weiß ja nie was das für ein Boden ist … 🙂

Jaja er hat ja Allrad und müsste das … bla bla 

kann man mal machen – schöne Aussichten.

rechts sieht man meine Schlappe

Sie Sohle trägt 1,5 cm dick Lehm, der haftet, als ob es kein Morgen gäbe. Das war am Morgen nach dem Regen auf der anderen Seite der Strasse, was definitionsgemäß den gleiche Boden (im geologischen Sinne) bedeutet. Jetzt ist natürlich ein wenig Gras drauf, eine Getreide Art oder was auch immer, ich habe nicht genau geschaut. Man sieht das kann aber schnell in die Hose gehen. Und am 1. Tag ist das scheisse – wie man so schön sagt. Dann lieber später – aber dazu kommen wir ja noch, wie oben erwähnt …

Ja steht hinten etwas tiefer – noch, bw mit der aktuellen Einstellung der Luftfederung. Über Nacht steht er dann aber noch ca. 3 cm tiefer, bis über die Zündung wieder Luft gepumpt wird. Ist normal.

So jetzt weiß jeder, warum ich einen V8 Diesel will!!! 🙂 und dabei bin ich nicht auf Gas getreten – ich glaube das wird man später noch mal hören. Wohlgemerkt innen alles gedämmt! Zum normalen Dämmstoff ab Werk habe ich ja zusätzlich mit Armaflex das Doghouse gedämmt. 19 mm. Bekanntlich ist Armaflex u.a. unflammbar und daher auch ideal. 

Die Hitze, die nach Stunde Fahrt auch im Leerlauf ensteht (sprich bei angepasster Fahrweise oder 80km/h BAB) ist schon spürbar, wenn draußen 32° sind. Aber ich will nicht wissen, wie es ab Werk wäre …


die Landschaft verändert sich deutlich – quasi der erste Anschein von Urlaub 😉

Just some roads in middle of France …

Wolken geben zumindest 1a Kontraste für Photos

dito Geschäfte

1a Auslage im Schaufenster

Lyon:

ab und zu ein Schild damit später die Photos leichter zugeordnet werden können

nicht alles Saint Tropez in F, Lyon

Kein Nachtplatz, nur Rast für 5 min

sunset #1

sunset #2

sunset #3

parked for night

Ardéche

6,7 to Schäkel

später mehr dazu!

von der Brücke aus zum Truck

Beschränkung Durchfahrtsbreite #1 – später mehr davon!!!

jaja die Breite – wir werden später noch sehen wie unfranzösisch Franzosen sein können! 

 

 

Früstück und Café am nächsten Morgen an der Ardéche

so jetzt wisst Ihr warum das mit dem Rad genervt hat

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

weiter Richtung Süden

Olympus PEN F Mono-Chrome Modus

Außen Grill Anschluss mit Schnellkupplung

3-fach Verteiler für Propan Gas

Rad im Truck #2

Außengrill

“Recueline” – der norwegische Hersteller der Ambulance

ok 1 Food Photo – Baguette und Käse sind ein Muss!

Ihr werde von mir grundsätzlich keine Food Photos finden, weil der Ansatz ein Food Photo zu erstellen – quasi Insta Style mäßig – pervers ist. Der zweite ist, dass es einfach ein extrem alter Hut ist. 2011 hatte ich Kolleginnen aus Taiwan, die hier bei uns jeden Tag das Großküchen Essen oder auch mal Mittags Restaurant, fotografiert haben. Fand ich damals strange – heute scheint es “normal” zu sein.

Der Hauptgrund ist aber der erste Punkt und der liegt darin: Je nach Location oder halt auch zu Hause, wird Essen so drapiert, dass es gut aussieht. ggf. noch eine gelbe Zucchini dazu oder eine rote Paprika, damit die Farben stimmig sind. Und während hier der eine oder andere sein Essen buchstäblich ins rechte Licht rückt, um es anderen zu sharen via photo, hungern 795 Millionen Menschen weltweit. Daher ist es in meinen Augen pervers sein Essen zu fotografieren und online im Schönheitswettbewerb zu stehen. just my 2 ct.

Hinter mir ist das Wasser. Eigentlich eine Parkbucht, die natürlich nicht für Caravans ist. Passt also.

Was nicht so passt ist das Moskito Netz, das ich zuvor kaufte – für 35€. Selten habe ich mich so über ein Produkt aufgeregt! Totaler Mist das Ding. Beginnt mit der Verpackung. Die sieht super schick aus, wenn es bei Decathlon im Regal steht. Einmal ausgepackt, bekommt man das Ding nie wieder hinein, weil der 70% umlaufende Reißverschluss sich non-stop im Netz verhakt.

Schlimmer noch: Es bietet keinen Schutz. Das Netz ist kegelförmig aber nicht geschlossen, sondern überlappend!!??? Als ob Mücken nicht die ganze Nacht drum herum tanzen und einen Eingang suchen! Ich kann mir kein Scenario vorstellen, indem diese Teile so perfekt übereinander liegen, dass sie Mücken dicht wären.

2. Fail: Der Saum unten hat nicht nur keine Goldkante, sondern auch keinerlei Beschwerung, wie Blei Gewichte oder was auch immer, damit das Teil unten am Boden bleibt! Völliger Mist das Teil.

Ich werde das vermutlich weg scheißen und einfach bei Ebay 16 qm Netz kaufen, welches an bestimmten Ecken mit Klett versehen wird, um es oben und an den Seiten zu befestigen. So sah der nonsens aus. 6 Mücken habe ich innen im Netz zerdrückt, die schöne rote Flecken hinterließen.

Oben in der offenen Dachluke habe ich das Teil befestigt.

Palavas

anderer Ort, bei Aigues-Mortes

Schatten finden – über 30° bis 19h und bevor es kühler wird kommen die Mücken – in Massen!

Dusche, oben eingehängt, die portable Wanne hat einen Abluß, der nach draußen gesteckt werden kann

 

Montpellier:

Montpellier

Palavas

Alle Rechte – auch inhaltlich – liegen natürlich bei mir 🙂

Le Grand Traverse, ca. 5 km (oder 8?) lange Strasse die direkt hinter den Dünen entlang läuft. Schön, obwohl touristisch voll erschlossen, interessanter Weise faktisch nur französische Touristen. Unfassbar viele Ferien Apartments in kleineren bis größeren Beton Teilen verschiedenster Designs – also nicht Quader. Von 5 bis 130 Apartments etwa/ Gebäude. Dito im Nachbarort Carnon aber etwas kleiner und teurer – auch die Boote-  dort.

Man fährt grundsätzlich alle 150 Meter über einen Drempel oder wie immer die in F heißen. Die nicht mit 30 km/h überfahrbar sind, so man keinen Citroen mit Hydropneumatik fährt. Ich habe auf ca. 15 km/h herunter gebremst (GPS), dann geht das. Besser sind nur ca. 10-12 km/h. Selber Schuld wenn die so etwas bauen – dann ist halt Stau hinter den Allemands. 🙂

Montpellier

Montpellier Innenstadt Tunnel – noch nie gefahren

Montpellier, Parken 10 Geh-Minuten von Place de la Comedie. 1€/h!!!

Montpellier – Hochkantphoto! = Vollbild anklicken

Montpellier

Montpellier, das Ding ist 40 km oder so

…oder waren es 100 km? Das Wasser kommt aus den Cevennen; Mittelgebirge.

natürlich fand eine Demo statt

Arm rechts

hier im Kreisel hat es mir beim Iveco die Lenkung los gerissen, 2012

alles wird teuer – auch der 1 € Shop ist schon doppelt so teuer!

500°

Place de la Comedie

Place de la Comedie

In den 60er Jahren war hier ein Kreisverkehr!

Place de la Comedie

Place de la Comédie

Graffiti – das ist nicht echt!

Alle letzten 3 Photos heavily photoshopped.

Carnon Hafen

Carnon Hafen

Carnon Hafen

Carnon Hafen

Carnon Hafen

 

… dann war da noch der Grund zu dazu später mehr:

Gott sei Dank – war der Reifen nicht hin! Beide Schrauben vorn rechts, das wird wohl bei einer Wendeaktion geschehen sein. Deshalb hatte ich den ganzen Kofferraum voll mit dem Ersatzrad, immerhin 90 cm. Das war auch noch der Reifen, der gerade neu war! Nicht vom Alter aber noch nie montiert, weil Ersatzrad, ich hatte vor abreise die Räder mal durchgetauscht: Vorn die neuen und hinten einer der angefahrenen. Der zweite angefahrene ist jetzt das Ersatzrad.

Diese Schrauben sind auch noch unterschiedlich lang – und zum Glück die längere schräg im Profil und nicht umgekehrt.

Da wir seit Lucky#Sleven wissen, dass Unglücke immer im 3er Verbund kommen, auch noch das:

59€ Schwalbe Reifen! Ohne Worte.

5 min zu Fuß zum Strand, über den Hafen oder drum herum. 1a Lage würde ich sagen, denn Schatten und Parken > 2 Meter Höhe und kostenlos. Allerdings auch nur 2 Meter Breite! Sprich diese Beton Teile rechts hinten und links vorn sorgen dafür, dass Autos gerade stehen und wenn zu breit und Tupper Dose, dann kaputt. Meine Stoßstange liegt gut 15 cm über dem Rohr, dass bei PKW genau den Stoßfänger trifft. Die Beton Teile sind 20 cm hoch und reissen auch alles an einem normalen Auto kaputt. 

Also mal wieder ein ideales Reisefahrzeug! 🙂

Da wollte ich also in Carnon nur noch schnell ein paar Croissants holen, bevor es weiter Richtung Strand geht, kam wieder und sah das! Fette Pfütze unter dem Kühler von meinem Truck. Sieht ziemlich genauso aus, dass das von mir kommt. Ich war relativ relaxt, weil ich ziemlich sicher war, dass die Jungs, die meinen Kühler gemacht haben, das richtig gemacht haben!

Und ich btw auch, sprich Schläuche anschließen. Es war dann auch so, das der Fleck auf der Strasse schon vorher da war und nichts mit Sieben3 zu tun hatte. 🙂

würde ich hier auch fahren

da fehlt doch was? Aber Auspuff ist dran -wo kommt der her?

Endlich im Sand, auf dem Sand – je nachdem wie man das sieht. Riesige Fläche aber gesperrte Dünen – verständlicher Weise. Hier fahren sich reihenweise die Leute fest. Kaum Off-Roader hier, einige Tupper Teile, die aber wissen, dass sie eher vorsichtig sein müssen und auf dem festen Teil des Strands bleiben. Der ist nicht schwer aus zu machen.

Aber es gibt auch die anderen. Tenor: Et hätt noch emmer joot jejange. Aber eben nicht immer. Als ich auf die Fläche fuhr erspäte ich direkt das 2. coolste Auto und habe mich dahin gestellt – aber erstmal Meer.

Der Lars – der Bauer- ziemlich coole Sau und [natürlich] zur Sicherheit ein paar Doppel Weber eingebaut – wegen der wichtigen Überholreserven!

Wir wurden aber jäh unterbrochen, nachdem einige Franzosen winkten – ziemlich verzweifelt. Wenn man das kann, verzweifelt winken. Es hat oder hätte auf jeden Fall Sinn gemacht, denn hier saßen die mit einem Nissan Sunny drin:

Der Sand ist hier super soft und weicht schon beim Gehen zur Seite weg.

Ich weiß nicht wie spektakulär das für außen Stehende aussieht. Das Auto liegt da komplett auf dem Sand auf. Vor allem haben die Herrschaften es geschafft nicht nur geschafft auf zu liegen, sondern sich 30 cm nach Australien zu graben. Die 2. tiefe Welle kam vom herausziehen, denke ich. Alle Versuche mit 10 Personen zu schieben oä waren völlig erfolglos. Also absolut null Bewegung in dem Auto möglich – nichts. Die antreibenden Vorderräder lagen auch mehr oder weniger frei in der Luft. Der Stoßfänger auf voll im Sand, nicht darauf. Buddeln und Schaufel etc. haben wir natürlich schon probiert, vor dem Schieben.

Also das Bergeseil geholt und vorn an die Karre. Ich hatte keine Lust den Schäkel nach hinten zu setzen. Ist natürlich nicht so schlau rückwärts heraus zu ziehen – aber ich dachte:

Das Bergeseil war für meinen Truck gedacht und entsprechend 3-mal ausreichend für die ca. 1500 kg Karre. 4×4 rein und low range. Aber denkste! Ich dachte mit 400 NM knapp über Leerlaufdrehzahl und dem Wandler Faktor und der 2,71:1 Untersetzung ist genug Kraft da um den langsam raus zu ziehen. Ne ne.

3 Versuche. 1. noch sanft, nix. 2. mit 1,5 Meter Anlauf in das Bergeseil, das sich ausdehnt. Kleiner Ruck, das war ggf. das Stückchen im Bild. Der Lars am Steuer der steckenden Karre. Dann mit mehr Schwung. Krass das. Karre raus. Meine Karre fing schon an zu hüpfen und das ist nicht gut. Ein knapp 4 tonnen schweres FZ mit 35er hüpft beim ziehen eines Golf (quasi Golf). Krass

Dann kommt, was immer kommt – etwa “unerwartetes”. Ein Issue mit dem Fahrzeug:

Da ist er der Spanngurt!

Wie man sieht ist das schief. Schief ist in der Automobilindustrie idR nicht vorgesehen. Grund war einfach: Eine Mutter verloren. 2 Dämpfer, 2 x 4 Zoll 3/4″ Bolzen mit 8.8 Muttern. Alle Muttern hatte ich vor 2 Jahren erneuert, nachdem ich neue Stoßdämpfer eingebaut hatte. Muttern von Schrauben Experten in Köln. Fakt ist, dass diese Mutter nicht so stramm auf dem Gewinde sitzen, wie die originalen. Trotz identischem Gewinde natürlich! Das war vor 4 oder 5 t km.

Provisorisch dafür gesorgt, dass der Dämpfer an Ort und stelle bleibt. Vermutlich war das schon einige 100 km so. Vor der Abfahrt war alles iO.

2 Probleme:

  • Die Mutter in Zoll, die fehlt
  • Die Buchse im Dämpfer Aufnahme Gummi war zur Hälfte heraus geschoben

Daher war der Dämpfer schief. Lösung konnte nur sein: Beide Enden abschrauben, damit sich nichts verkantet. Da ich eine Luftfederung hatte war das natürlich gar kein Problem: Einfach den Niveau Lift Hebel rauf und runter bewegen und die Achse hebt und senkt sich, wie von Geisterhand! Das war geil.

Ist klar was ich meine oder? Diese Buchse muss im  Dämpfer liegen. Und da muss sie auch wieder hin. Eine Hydraulikpresse hatte ich nicht zufällig. Jaja der Dorfschmied … I know. Der kann nur französisch und ist mittags über Stunden nicht da. 250 Gramm Hammer ein 2 mm 50er Unterlegscheibe, die man ja immer im Werkzeugkasten hat und 30 Minuten Hammer Schläge später war es dann so und mehr geht so auch nicht. btw nach jedem Schlag fliegt natürlich die Scheibe weg und muss wider neu positioniert werden. Macht Spaß. Das Ganze auf einem Stein an der Strasse.

BEVOR die Buchse eingehämmert wurde

30 Minutes läter – läter vor allem!

Etwas WD40 hat man ja immer dabei, daher die 3 Werkzeugkisten …

schon besser

Dann hatte ich mla richtig Schwein – bw ich bin halt auch einfach geil. Nie etwas weg schmeissen, dass man vielleicht noch mal nutzen muss. Per Zufall, denn nach 2 Jahren wusste ich nicht mehr, dass ich die mal hier rein gelegt hatte, sah ich die alten Muttern, die noch “brauchbar” waren. Etwas eingeflext aber egal. Wer denkt, dass die jetzt nicht mehr halten und brechen, kann sich das mal durchlesen.

Und weil ich besonders schlau bin, sah es am Ende so aus? Warum sieht man hier die Pfiffigkeit? Weil die neue Mutter, die schicke silberne, unten sitzt. Die alte oben. Man sieht, dass der Bolzen ca. 0,8 cm nicht bündig ist, weil die Buchse vorsteht, Die erwähnten Bolzen sind 4 ” – oben und unten. Unten greifen sie um den Dämpfer und die 15 mm Stahl Achsaufnahme. Oben ist aber noch die 30 mm breite Stahl Buchse an den Rahmen angeschweißt, die die Dämpferaufnahme mit trägt oder wesentlich sogar. Damit bleibt von dem 4″ Bolzen nur wenig Gewinde. Deshalb habe ich die alte Mutter, die strammer sitzt oben verwendet.

Und nebenbei später noch einen Tropfen Sika auf Mutter und Bolzen gegeben. Damit die sich nicht gegeneinander drehen können. Natürlich habe ich Schraubenfestiger verwendet – auch vor 2 Jahren schon.

 

Danach erstmal ein paar Croissants besorgen und Café kochen. Aber denkste, in diesem kleinen Ort hatte alles zu, wenn man nicht das kleine Zeitfenster am morgen erwischt, am Nachmittag waren Baguettes nicht mehr zu bekommen – außer im Kiosk. Speaking of which – es gibt die Mär, dass die Süd Franzosen so entspannt sind …

cat is matt (schachmatt)

…dabei gibt es da die spannende Gala.

Dann ging es weiter… ich wollte noch mehr Sand. Zuvor noch falsch abgebogen, was mich durch einen engen Feldweg führte: Äste über das Dach/ Solar Panels, daher gut die Kabel noch mal fixiert zu haben, Äste links und rechts komplett über das Auto – hmmm. Dann traf ich noch diese beiden, die offenbar nicht so viel Besuch von der “Straße” bekommen und direkt mal neugierig rein schauten:

Da ultra Sturm herrschte, war es dort am Strand für den Nachmittag nicht so lustig außerhalb des Autos. Ich vermute das Abschlepp Karma kam hier wohl zurück. Dazu hielt ein Schweizer an, der eine Säge brauchte, die ich ihm auslieh. Dazu gleich mehr, nicht später 🙂 Er bot an ein Bier zu trinken, wenn wir uns an einem anderen Strand treffen sollten. Bier ist immer gut ergo mal anwerfen die Karre.

Auf dem Weg entlang einer der unzähligen Etons, Salzwasser Seen, die vom Meer abgerungen wurden. Deren Krebse färben das Wasser rosa und die Flamingos zT auch:

Auf dem Weg gab es dann noch das. Ich vermute, dass da Meer Salz abgebaut wird – habe mich aber nicht weiter damit befasst. Wer´s weiß kann ja mal kommentieren.

Briefkasten – aha. Für wen??

hier sind wir richtig.

 

… und da war dann noch: When they say it – they MEAN IT! allgemein gilt ja eher, dass die Franzosen Dinge eher Laissez-faire sehen. Tja so kann man sich täuschen!

maximal 210 cm Breite!

Das sagte mir auch der Schweizer, dem ich die Säge lieh. Der wiederum hatte einen Pickup, vergleichsweise schmal. Aber Die Kabine war deutlich über 210 cm und gleichzeitg nicht noch genug, um über diese Pöller zu kommen. Daher die Säge, um ein paar Holz Teile zurecht zu sägen, um die unter die Räder zu legen.

Naja wird schon gehen …

Also nicht nur 2 große Stahl Pöller, sondern auch noch verteilt über die ganze Fläche. Nix drum herum fahren.

Nach meiner Kenntnis ist meine Karre 205 cm Breit, an den Reifen außen Flanken. Muss ich noch mal nachmessen. Fakt ist, dass die Reifenflanken die Pöller berühren! An den Gummi Verbreiterungen ist genau so viel Platz, wie man sieht, je 1 cm. Das ist also nicht nur auf dem Photo knapp. An den hinteren Gummiverbreiterungen reicht es nicht. Da werden die eingedrückt.

Die Vorderachse ist aber breiter, als die hintere. Das ist sicher, sonst wäre ich hier nicht mehr weiter gefahren!

an den Scharnieren der Türen sind keine 2 cm

gleichzeitig wird auf der anderen Seite der Gummi von der Verbreiterung schon eingedrückt, die aber auch nur 20 mm breit ist und damit ist bis zum Karosserie Blech auch nur 15 mm oder so.

only if you habe balls.

Tja unter den Spiegeln ist dafür nicht so viel Platz. Die schrabben drüber. Keine Luft bei herausfahren, hinein war da noch knapp 1 cm. Komisch. Dafür dann das…

 

 

Kann es sein, dass das hier ein Kiter Spot ist?

Nebenbei bitte bedenken, dass alle Photo und Video Aufnahmen mit Tele bei 400 mm Brennweite liegen und manuell fokussiert sind, auch die Videos. Auch habe ich die nur aus dem Sitzen am Strand auf die schnelle aufgenommen, also ohne Stativ.

Alles an einem Spot, der ein wenig an Woodstock erinnert. Irgendwie alles ohne Regeln aber mit Style. Ein Raum wo jeder irgendwo steht, ggf. ein Zelt aufstellt oder nur den Van, Bus oder Wohnwagen. Ja Wohnwagen stehen hier auch, die scheinen unter 210 cm Breite zu haben. zT stehen die auch ohne ein Zugfahrzeug in der Nähe rum …

Apropos Zugfahrzeug: Manche hier sehr stylish.

Klapptisch 1 von 2 mit Gill

Klapptisch 1 von 2 mit dem Typenschild von original Ambo Bauer

Speaking of which: Kaltes Bier. Ich habe ja eine Absorber Box. Grundsätzlich gut aber es überlistet nicht die Physik: Energie Erhaltungssatz – und schon wider etwas aus der Schule mit in den Truck genommen. Was die Box an Temperatur aus der Box zieht wird natürlich wieder abgegeben! Max. 30° unter Umgebung, heißt hier, dass tagsüber vielleicht 10° gehalten werden aber über die Nacht ist die Box 10° unter null – das gleicht sich also aus, über den Tag. Aber es wird halt lecker warm im Auto! Bei fest verbauten Kühlschränken kommt man da drum herum, indem man einen Abluft Kanal nach außen legt. Bei meinem Konzept ist das erstmal nicht vorgesehen die Box fest im der Küche zu verbauen, denn ich will ja von draußen in die Box greifen, ohne ins Auto zu steigen!

Mal sehen ob man da ggf. eine art Abzugshaube sinnvoll bauen kann…

Meine Lösung über den Roadtrip war sehr viel simpler: Front Fenster öffnen. Vom Fach über den Sitzen habe ich eh eine Decke zum Abdunkeln nachts. Die wird hinter die Box gezogen (in Fahrtrichtung) und damit bleibt die Abwärme vorn und wird eurch die Fenster ventiliert. 

Nachts und tagsüber über Gas betrieben scheint sie auch besser zu kühlen. Während der Fahrt, ganz STVO gemäß, über 12 V weiter betrieben.

hochkant Photo

coole sau aus Monaco

nix los hier

6,7 to Schäkel

6,7 to Schäkel hatte isch ja schon bezahlt gemacht. Nichts desto Trotz kommt da ein Upgrade hin, was die Abschleppöse betrifft, denn genau das ist sie: Zum Abschleppen. Beim Bergen herrschen ja ganz andere Kräfte. Dazu habe ich mal bei einem Unimog 1300 Bauer, mit Alukabinenselbstbau, einen sehr interessanten Artikel gelesen. Und will das ähnlich nachbauen, -lassen. Denn dazu muss auch gescheißt werden. Ich werde auf Passhülsen, die mit der Reibahle auf Maß gebracht werden aber verzichten und Bolzen verwenden. 

Es soll aber auch noch ein “Unterfahrschutz” kommen, im Eigenbau. Der den Bereich vor der Vorderachse abdeckt und auch damit die Aerodynamik deutlich verbessert. Und es sieht cool aus. Folglich darf das natürlich nicht viel kosten …. bißchen Alu Tränenblech, bißchen Stahl 4-kant, einschneiden, winkeln, anschrauben -fertig. Brathoo 3in1 drüber.

6,7 to Schäkel, 7/8″

Ende Teil 2, es werden wohl noch ein paar…

 

Denk an die Umwelt, fahr Bus …

Jo mache ich:

 

nach dem WE wurde es fast schon einsam …

hochkant Photo – bitte Vollbild

hochkant Photo

 

Einige Tage habe ich hier verbracht, vom WE bis Anfang der Woche. Da mein Wassertank mir ~70 Liter bietet + den 16 Liter Kanister war das lange Stehen kein Problem. Auch der 32° Tag, an dem ich im Campingstuhl alle paar Minuten die Brause nach oben schießen ließ für´s kühle Abregnen, hat daran nichts wesentlich geändert. Ich wollte aber noch weiter reisen und ein wenig mehr die Küste nach Osten, unter anderem Marseille. 

Also die krasse Holperstrecke zurück, die einem echt die Plomben raushaut. Bis zur Straße sind es einige Kilometer…

Schuhe habe ich schon seit einer Woche aus – was beim Sieben3 auch super funktioniert, da Automatik.

ziemlich windig …

Nebenbei war das auch ein Thema beim Vorgänger Truck, dem Iveco 40.10, ein echtes Problem. Bei vergleichbarem Wind auf der Bahn in Andalusien, waren mehr als 75 km/h echt eine Mutfrage. Sicher waren die Dämpfer nicht mehr top fit aber die Dinger vorn im Sieben3 sind auch alt. Hier zeigt sich, dass 3,50 Meter Radstand wohl besser sind, vielleicht auf der 500 kg Motor auf der Achse … Jedenfalls fährt die Kiste super geradeaus. Am Ende mehr dazu, wie sich die Karre als Reisefahrzeug bewährte …

im Zickzack um die großen Löcher

So und diesmal mit ordentlich Anlauf und Speed durch das Teil … 🙂

Der Typ, der spontan aus dem Auto sprang, um mich ein zu winken, war vorhin im Video in dem T4 Bulli auf gleicher Strecke zu sehen. Danke nochmal.

Dann waren es nur noch ein paar Kilometer Rüttelpiste. btw ist es nicht interessant, wie alles beim 2. Mal weniger schlimm wirkt? Selbst hier auf meiner Seite kann ich dazu diverse Bsp nennen: EP (Einspritzpumpe) einbauen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA – Pen F um genau zu sein

 

 

Also down to Marseille …

wer weiß was Error.3 ist, darf sehr gern hier kommentieren!!!

Was es nicht ist darf ich schon mal sagen: Es hat nichts mit Engine / ECU Codes zu tun.

Wie man sieht funktioniert der Kühler 1a. Ich bin auf der Tour natürlich eher entspannt gefahren habe aber auch an machen Steigungen bei Marseille einfach mal Gas gegeben, um zu sehen, wie sich die Temp ändert. Gute 30° und 5% Steigung und dann im 3. Vollschub für ein zwei km. Das maximum, dass ich erfahren konnte, war knapp unter 12 Uhr Stellung. Sollte also auch im Sand noch gut funktionieren.

 

kaum weit vom Zentrum Marseille entfernt

Ein Check unter die Haube brachte hervor, das es noch ein Opfer der Tour gab, neben der verlorenen Mutter: Der Öl Einfüllstutzen, der über ein Gummi Rohr mit dem Motor verbunden ist und dann das kurze Metall Stück mit dem Deckel wiederum an einer Flexhalterung an der Karosse, brach ab. 2 x Kabelbinder.

Der Wind hier war extrem!

Die Strecke an der Küste entlang war super schön aber ich bin nicht der Typ für am Anhang fahren! 280 km/h auf der Bahn – ok. Aber am Abhang muss nicht sein.

 

Danach ging es weiter nach La Ciotat. Schöner Ort, interessanter Hafen und …

eine psychologische Erkenntnis über mich und uns Deutsche: Supermarkt Kassen Ich bin bei Kassen und durch das viele berufliche Fliegen, sehr stark und schnell fokussiert auf die Schlange, die das geringste Potential für Warte Probleme beinhaltet. Ziemlich analog zu up in the air. So war ich nach Marseille noch in einem Intermarché. Nach 5 Sekunden habe ich die Schlange gewechselt, obwohl es die mit den wenigsten Personen war. Aber die die gerade dran war, ca. 50 Jahre jung, packte ein, ohne schon bezahlt zu haben. Das macht stutzig. Ein zweiter Blick zeigt, dass sie nicht nur viel Zeug hat, was de facto kein Problem für die Zeit darstellt aber 3 oder 4 Taschen. Diese Taschen plante sie zu befüllen. Wohlgemerkt: Sie hatte noch nicht bezahlt.

Dann kommt idR noch die Rabattmarken Schlacht: Payback Tracking Card, Supi Markt Card und und, dann der Bezahlvorgang und danach dann das einpacken und Sortieren in 3 oder 4 Taschen, dann die Taschen in den Wagen stellen und dann den Wagen weg fahren, damit die 2. Person dran kommen kann …

Auf all das hatte ich keine Lust und habe – wie gesagt – das nach 5 Sekunden entschieden und mich an die nächste Kasse gestellt, die 3 Leute vor mir hatte. Keine Frauen mit Kleinkindern natürlich, sonst wäre ich weiter.

Der Mann hinter mir fragte mich auf französisch, ob ich gehen wollte, weil er nicht verstand (noch nicht), dass das hier eine Sackgasse ist. Ich sagte ihm, das die Dame, die da einpackt, noch in 10 Minuten noch nicht fertig ist! Da wusste er noch nicht, dass ich völlig Recht hatte. Er ging nach 3 Minuten auch woanders hin.

Dummerweise hatte ich mit der nächsten Kasse auch Pech. Denn …

  1. Hatte der Rentner vor mir Bock auf Alc. = Die Sektflasche hatte eine Sicherung. Nur dass die Kleine die nach der Schule hier arbeitet, das Ding auch nach Minuten nicht los bekam. Dann lief sie durch den ganzen Landen und nach 2 Minuten kam sie ohne die Sicherung zurück. Da war der Mann, der hinter mir war schon raus aus dem Laden.
  2. Hatte er Rabatt Marken Karten, die natürlich nicht beim 1. mal funktionierten.
  3. Diverse teile einzeln abkassieren.

Als ich dann an der Kasse dran war, war die Dame an Kasse 1 fertig. Das war 10 Minuten später. An den 4 offenen Kassen warn zwischenzeitlich über 20 Leute abgefertigt worden. Nur an Kasse 1 hatte sich die Dame einfach mal etwas meeeehr Zeit genommen. Wahnsinn.

 

La Ciotat war eigentlich ein reiner Zufall. Da ich dann noch nicht noch die Cote d´Azur weiter herunter fahren wollte, weil es einfach noch mal ein paar hundert km extra sind, wollte ich eine “kleine Lösung”. Es lag vermutlich aber auch daran, dass ich ein wenig kaputt war von stundenlangem fahren bei deutlich über 30° (noch ohne Klima) und relativ wenig entspannenden Nächten, weil es heiß und zT je nach Standort laut war.

Ein wenig auf der Karte geschaut und x mal hin und her abgebogen erreichte ich La Ciotat. Der Kompromiss liegt halt darin, dass man sich mit Mörder Wendekreis nicht verheddern will aber gleichzeitig die Küste erreichen will. Im kleineren Nachbarort war das nichts.

Da wollte ich eigentlich – mal eben – hin. Denkste. Einfach in Richtung Meer fahren funzt jedenfalls nicht. Ich bin in Marseille schon 1,5 km über eine winzige Straße gefahren, um wieder aus dem Wirrwar zu kommen. Das war eine 3,5t Strasse, sollte also eigentlich kein Thema sein. De facto bei Gegenverkehr zurücksetzen! Nene das muss jetzt nicht mehr sein – bei 33°. Wenn Schatten wäre. Also weiter …

Hier bin ich also gelandet. Das ist La Ciotat. Einmal runter in den Ort gefahren, entlang der Promenade und buchstäblich am Ende

Im Hintergrund der kleine Yachthafen

Hier bin ich also gelandet, relativ schmerzlos, nachdem ich bei einigen anderen Versuchen immer wieder drehen musste. 5,5 Meter bekommt man hier zum – sehr großen – Glück in die Lücke. Aber auch nur, weil das Auto auf der Rückseite eine 4 Meter Karre war (206 oder so) und nicht bis zum Ende der Markierung vor gefahren. Es gab ziemlich große Chancen auch wider vorwärts aus der Lücke zu kommen, wenn der rote DS nicht gegen ein großes Auto wechselt!

Nur um mal so die Dimensionen zu klären: In der Mitte stehen sich die autos gegenüber. Am Ende der Reihe komme ich mit meinem Auto nicht in einem Turn um die Kurve. Bei Herausfahren habe ich 2 Tage später 2 mal zurück setzen müssen, um an dem roten und dem weißen 206 neben mir nicht an zu ecken. 2 Meter Spurbreite und 3,5 Meter Radstand halt.

Ich war hier also 2 Tage: Spät Mittags angekommen und ca. 12h am nächsten Tag gefahren. Warum? und ist das sexy auf einem Parkplatz zu stehen? Jepp. Denn zum einen war hier ein Fest in der Altstadt (#2.Welle in Frankreich – ohne Worte), die war in Blickrichtung hinter dem Tum, auf der linken Seite entlang. Zum 2. war der Parkplatz video überwacht und zum 3 saugünstig: Ich habe etwa 5/6€ für das Parken von etwa 24h bezahlt.

Also erstmal Café kochen, eine Kleinigkeit essen und die Lage checken. Ich mag ja gerne Industrie Charme fotografieren – andere sind da vielleicht bei Portraits. Ich habe ja eine Pen F und mit der gibt es eine Reihe Möglichkeiten zu experimentieren. Daher hier Photo Galerien, da es sonst zu unübersichtlich wird.

 

Am Abend bin noch mal durch den Ort – zu Fuß. Am nächsten morgen mit dem Bike durch die Stadt und zum Strand. Um 12h, als das Ticket ablief bin ich zum Strand ganz am anderen Ende der Promenade, ca. 2 km weiter. Dort gab es Schatten für Mittag Essen und, wie auch schon in La Grand Motte und Marseille, Süßwasser Duschen am Strand. Dort habe ich meine 70l Liter wieder voll gemacht. Und damit war dann auch klar, dass ich den ganzen Trip ohne eine Nacht auf einem Campingplatz durchfahren werde. 

Olympus Pen F Mono Chrome Mode 1080p straight out of cam, nur komprimiert und für HTLM5 umgebaut.

straight out of cam – Pen F Mono Chrome

Danach ging es weiter in Richtung Central Massif. Richtung Chamèry. Etwas kühler wäre schön und trotzdem See/Fluss oä. Ähnlich der Ardeche auf der Hinreise. Interessanter Weise stellte ich Stunden später fest, dass ich tatsächlich schon einmal genau hier entlang gefahren bin, nur in die andere Richtung. Mit Dienstwagen und Dachzelt, war auch nett aber auch nervig diese Teile jeden Tag zusammen zu bauen. Zusammen klappen sieht man immer, geht suuuuper schnell, dann nur noch die Persenning einziehen und den Reifverschluss an 4 Seiten des Autos zusammen fummeln. Ätzend.

Der Ort und der See ist wirklich schön zwischen den Bergen aber wenn man aus Südfrankreich kommt ist das ein bißchen wie Düsseldorf. Parkverbot quasi überall > 2m. Alles ziemlich spießig im Vgl. Ich saß später am See, mit den Füßen drin und habe ein Baguette gegessen.

Wellengang: Der schappte vom Knöchel fast bis zur Wade. Warum erzähle ich das so genau? Ich habe dort ein paar Windsufer gesehen, in mein Baguette gebissen, den Blick schweifen lassen, noch in das Baguette gebissen, einen Schluck Café genommen und wieder auf den See geschaut: Die Surfer immer noch an der gleichen Stelle!!! So jetzt erinnern wir uns an das Video weiter oben mit dem Kiter der 10 Meter durch die Luft geflogen ist?

Also weiter …

Ich habe irgendwo in den Bergen einen “wrong turn” genommen und dann hier angehalten, Grill raus, Bürgermeister begrüßt ….”ce ca non barbecue”, weil es kein offenes Feuer ist. Natürlich nicht!!! Dann hatte ich meine Ruhe bis zum nächsten morgen.

Den Grill aus der Tasche holen, den Schlauch in die Steckdose im Trittbrett stecken – fertig. Da es hier wieder windig war habe ich an dem Ausklapptisch noch ein Unterlegholz für den Truck neben den Grill gestellt.

Schicker Spot zum Übernachten – wie gesagt der Bürgermeister auch nett – kam vorbei, weil die “Nachbarn” meinen Grill gerochen haben und wollte checken, dass da niemand Feuer macht. Oder wohl eher sonst noch irgendeinen Mist.

Eine Galerie mit Landschaft und Karre:

 

Eines meiner aktuellen Lieblings Photos:

Das Ganze entstand ungefähr hier, eine wunderschöne Strecke durch die Berge, hinunter zum See – linke Hand. Zwischen den Stops liegen etwa 150 km. Der Radfahrer, vor mir, fährt am Berg mit 50km/h bergab (GPS). Mit etwas Dramatik in der Musik 🙂 fand ich sehr passend zur Strecke. 24 mm Brennweite beim Video Objektiv, wie meistens. Die Weitwinkel Videos weiter vorn sind mit einer Action Cam und viiel geringerer Brennweite. Konkret wird das mit 120° Blickwinkel (oder 140?) angegeben. Auf KB umgerechnet sind das eher 10 mm oder weniger. Damit wirkt die gefahrene Geschwindigkeit auch schneller!

Es ging weiter nach Chambéry – völlig unspektakulär, wie schon erwähnt.

Dann bin ich durch das Zentralmassiv gefahren, weil ich diesmal nicht wieder durch das, schöne, Rhone Tal fahren wollte. Fehler! Großer Fehler, der mich fast den Spiel und vor allem fast die Karre und mehr gefordert hätte.

Ich habe die krassesten Arschlöcher getroffen, seit vielen Jahren, wenn nicht überhaupt in meinem Leben! [Sorry für die ungewöhnlich deutliche Formulierung] Ich würde es noch drastische formulieren – dann wäre es aber nicht mehr meiner Seite kompatibel.

Irgendwo in den Bergen wurde die Strasse 2-spurig in meine Richtung. Natürlich bin ich mit mehr als 3.5 im Urlaub nicht der schnellste aber aber nicht der langsamste und oft gab es PKW, die mich gar nicht überholt haben, auch wenn sie bequem konnten. So viel zur Situation. Dann wurde ich auf dem 2-spurigen (eigentlich natürlich 3-spurig mit dem Gegenverkehr) Stück von ein paar PKW überholt. 

Dann kamen die 3 extrem krassen … Typen vorbei: Ein schrottiger Vito und dann ein auch min 10 alter Iveco Daily mit Ladefläche hinten und Baumaterialien drauf, wie 5-10 Bohlen etc. Aus dem Vito brüllte mit ein Franzose irgendetwas in mein offenes Fenster, das ich natürlich nicht verstand. Es klang aber nicht nach Begeisterung.

20 min Später im nächsten oder übernächsten Nest, sah ich diese Karren am Straßenrand stehen und diese “Typen” daneben. Ich fuhr vorbei und habe mal deutlich fragend aus dem Auto geblickt.

30 Minuten keine Issues, winzige Nester und wieder rein in die Berge. Das bedeutet hier, rechts bergab, keine Leitplanke, links Felsen. Keine Rue National, sondern winzige Strassen wo ich bei Entgegenkommen eines PKW schon genau lenken muss, bw beide. Es geht immer etwa 100 bis höchstens 200 Meter geradeaus bis die nächste, von Bäumen verdeckte, Haarnadelkurve kommt. Also uneinsichtbar! Manchmal bin rechts ran und habe ein paar PKW vorbei gelassen, wenn “nötig”. Wohlgemerkt bin ich aber auch 40 km/h oder mehr gefahren, bei sehr deutlicher Steigung von 5-7%.

Dann sah ich diese – charmant formuliert – Arschlöcher im Spiegel. Der Vito setzte ohne zu zögern direkt zum Überholen an. Ich fuhr 50 km/h nach GPS; also je nach Auto steht dann da ca. 60 km/h auf dem Tacho. Kann man jetzt nicht als Blockade empfinden. 

Zur Erinnerung, diese Strasse ist sehr kurz geradeaus und sehr schmal. Die meisten Hobby Autofahrer, die ihre 10.000 km pro Jahr fahren sind meist schon damit überfordert nicht völlig überrascht zu sein wenn plötzlich auf so einer Strasse ein Auto neben dir ist. 40 cm Abstand und voll Stoff vorbei. Ich habe keine Ahnung wie ein Vito der Handwerker Kategorie auf der Optionsliste [aka kein 6 Zylinder] so schnelle bergauf sein kann. So der ist dann ultra knapp, 40 Karosse zu Karosse, an mir vorbei. Einem 2,60 Hohen 5 Tonner, der zZ mit 3,6 oder 3,7 Tonnen beladen ist. Ein Auto mit 35er Offroad Bereifung und 2 Starrachsen. Mein Auto ist kein CX dessen Karosserie sich nicht auf welligen Bergstrassen bewegt. Und da zieht der vorbei.

Diese Strassen in den Bergen sind natürlich nicht glatt, haben Spurrillen und sind für Truck unmöglich sauber zu fahren! Und da zieht der vorbei. Natürlich nicht gehubt oder so, dass man wüsste was jetzt passiert.

Jetzt kommen wir zu dem krassen Ereignis:

Dann zog – ohne zu zögern – der Iveco auf die Gegenspur zum Überholen! Das Teil, das noch breiter ist als meiner der am Strand ja gerade durch die 210 cm Barriere gekommen war. Ich kenne die Maße von des Iveco nicht, müsste mich aber täuschen, wenn dessen Karosse nicht auch genau 200 cm ist. Ohne die Ladefläche, die ja auf beiden Seiten deutlich über steht.

Als jemand, der schon sehr heftige Unfälle erlebt hat, bin ich davon ausgegangen, dass das noch ein langer Tag wird. Sprich ich war der festen Überzeugung, dass es einen von uns oder beide von der Strasse wirft. Ich meine ich gucke in den Aussenspiegel und sehe, das da überhaupt kein Platz ist!!! Kurzer Stop. Man muss ja nun auch bedenken, dass die Strasse kürzer wird. Ich fuhr 50. Wenn von Oben einer mit einem schicken Renn Clio mit 70 um die Ecke kommt, dann ist der in 0,5 Sekunden da. 

Der Typ hält voll drauf. Ohne Worte. Das ist das krasseste was ich in 30 Jahre BAB erlebt habe! Mehrere 100t km auf der BAB in diversen Ländern – das toppt alles. Ich bin sicher die meisten Autofahrer, wenn sie in den Spiegel gucken und sehen, dass es einen Unfall gibt, werden panisch …

Der Typ ist mit seinem Aussenspiegel vollen Pfund gegen meinen gekracht. Das hat ordentlich gescheppert. Wie durch ein Wunder ist meinem Spiegel nichts passiert, muss wohl seiner an die Karosse geknallt sein. Mein Spiegel klappt, konstruktionsbedingt, nicht nach vorn. Seiner aber nach hinten. Wer das Photo von der Barriere vor Augen hat, dass mein Spiegel nur vielleicht 6 cm über die Karosserie herausragt. (Reifen berührt Pöller, Spiegel ragt nur weniger cm über den Pöller)

Bedeutet: Wenn bei mit nur 6 cm sind. Beim Iveco liegt der Spiegel deutlich weiter draussen aber nur über die Karosse, die Ladefäche sind min 10, wenn nicht 15 cm weiter außen. Kommen also vielleicht noch 10 cm dazu die der andere Spiegel über die Ladefläche ragt. Sprechen wir also von ~ 15 cm von meiner Reifen Außenflanke zu dem scheiß Iveco! Bei 50 km/h und welliger Straße mit Schlaglöcher und potentiellem Gegenverkehr in 100 Metern.

Leider hatte ich die Kam mit an der Halterung. Also habe ich Vollstoff gegeben. Kickdown in den 2. Gang und alles was geht in die nächste Kurve und danach. Aber die waren einfach brutal schnell und vermutlich wollten die auch keine Diskussion wegen weggeballertem Spiegel, denn die dürften bei dem Krach davon ausgegangen sein, dass meiner ab ist. Mir ist die Karre fast von der Bahn geflogen aber die waren nicht ansatzweise einholbar.

Gut, danach hatte ich keine Lust mehr auf Frankreich und werde auch nie wieder in diese Region fahren. Es gab auch einige andere Autofahrer hier, die sich echt beschissen benehmen. Muss ich nicht haben – da können die gern unter sich bleiben. Ich meine 2500 km Frankreich, einer Menge Autos begegnet, aber hier … Das Ganze erinnerte mich – again – an Wrong Turn, nur diesmal nicht als Scherz.

 

Der Weg war aber noch laaaang. Trotzdem keinen Bock noch eine Nacht in F zu stehen. Ich “traf” dann noch diese hier, cooles Teil.

Mit deutlich schwarzem Rauch aber immerhin 70 km/h (wohlgemerkt, again nach GPS) relativ flott den Berg noch. Wenn man bedenkt, dass deren Diesel weniger als 30% meines Motors ist 🙂

Dann ging es bald nach Lux und dann nur noch ein paar 100 km bis Köln, bevor es weiter ging. 

Aus dem Spot in den Bergen, weiter oben (buchstäblich) wo ich übernachtete, bis nach Köln waren rund 800 km. Einige Hundert davon über kleine Strassen und durch Ort mit 30 Zonen und eben diese Bergstraßen. Mein Navi sagte mit 9,5h Fahrtzeit und eine Zielzeit von 1.30h. Bevor ich die netten Jungs oben kennen lernte plante ich ggf. einen Zwischenstop, der dann ausfiel. Also einfach weiter fahren.

Natürlich ist diese Fahrtzeit totaler Quatsch, denn das Navi kennt diese Bergstraßen nicht und berechnet anhand der max. erlaubten Geschwindigkeit: 70km/h. Realistisch sind eher 40km/h im Schnitt. So bin ich also knapp 3h später angekommen, nach etwa 13h Fahrtzeit und halb fünf früh.

In diesem Kontext dufte ich auch wenigstens einmal meine Standheizung ausprobieren. Es war tatsächlich kalt im Auto, mit kurzer Hose und ohne Schuhe. Funzt absolut 1a, selbst ganz vorn, obwohl der einzige Ausströmer 45° nach oben strahlt, von der Mitte des FZ nach vorn (drehbar). Absolut geil ist auch, dass ich eine Fernbedienung habe und damit die Heizung starten, höher oder runter drehen kann.

Neben dem, Kabel gebundenen, Bedienpanel gibt es noch zusätzlich, diese Funkfernbedienung. Nur um das klar zu stellen. Das Bedienpanel ist aber neben der Seitentür.

 

Ich habe mich fokussiert auf extremes streicheln des Gaspedals. Bloß nicht in Versuchung kommen die letzten Stunden Schub zu geben. Ich wollte unbedingt eine Minimum Verbrauchs Wert erzielen, quasi eine Zahl im Kopf, die umgesetzt werden sollte. Ich habe sie erreicht! – werde aber nicht darüber sprechen. Das ist quasi mein Beitrag zu:

“Was verbraucht der denn?” 🙂

Diese schwachsinnige Frage darf einfach nicht beantwortet werden. Zuletzt sah ich in einem YT Beitrag die gleiche Frage. Zu einem voll ausgebauten 8×8 MAN KAT. Jeder weiß, das ein Reisebus schon bei 30l liegt. Ein KAT 4- Achser eher bei 50. Aber was spielt das für eine Rolle. Die Ökobilanz ist gut, ein 30 Jahre altes FZ, dass ein neues Leben bekommt. Wer 200k € in einen Koffer stecken kann, ohne FZ!, der hat die Kohle für Sprit. Denn mal geschaut was die Reifen kosten? Wenn an einem Auto Reifen für 20.000€ sind, inkl. Spare, dann kann man auch den Tank füllen. Abgehakt.

Nein noch nicht ganz. Das erste mal, dass ich diese Frage von einem Nicht-Deutschen gestellt bekommen habe, am Kiter Spot. Der fragte mich erst: “Do you speak English?” 🙂 Yes, “I was wondering what the construction is?” It is a Quigley, like a Ford F350 Pick but with a different Body “No, how much fuel” ah you mean consumption 🙂

 

So wie lautet nun das Fazit?

Ich werde mal in Abschnitten zusammenfassen, was ich als relevant erachte. Kann dann auch jeder selbst bewerten, was er davon hält. Natürlich ist der Offroad Anteil sehr gering. Aber für eine “erste” Testfahrt von 3 tausend km sicher sinnvoller, als voll in die Kaparten. 

  • Consumption, wie ganz am Anfang schon erwähnt, hat mich das sehr erstaunt. Wird die Geschwindigkeit stark reduziert, 160km/h ist die eingetragenen Geschwindigkeit und 120km/h bin auch schon öfter gefahren, sowie die Anzahl der Beschleunigungen (# Kreisverkehr), dann reduziert sich der Verbrauch um gut 35%
  • Fahrkomfort Federung: Die Kiste ist nicht, wie man bei amis meinen könnte, weich abgestimmt. Ich bin mit 3 bar in den Reifen gefahren, das ist auch relativ viel zu diesen Reifen. Aber unter dem Strich bin ich zufrieden damit. Vorn müssen vor allem die hier schon liegenden Bilstein 5100 Dämpfer hinein (mit neuen Aufnahmen). Hinten ist die Federung iO, wenn etwas Ladung drin ist. Sie ist ja einstellbar und kann auch höher sein und damit straffer. Die Dämpfer, neu, sind meiner Meinung nach auf den französischen Drempeln in der Zugstufe zu schwach / aka schnell. Auf der krassen Rüttelpiste zum Strand konnte ich nicht meckern. Natürlich vorsichtig, weil ich keine neue Mutter verlieren wollte, wäre eine höhere Geschwindigkeit mit weniger Reifendruck sicher kein Thema.
  • Fahrkomfort Geräusche: Absolut super! Reifenabrollen ist minimal und nur zu hören bei offenem Fenster, ohne Musik. Vom Motor hört man idR auch nichts. Was in manchen Videos zu hören war, hörte man vor allem durch das offene Fenster von draußen. Das Doghouse (Motorabdeckung innen) ist ja noch mal mit zusätzlich mit 19 mm Armaflex gedämmt worden und genau dafür ist das Zeug ja auch gedacht da u.a. unentflammbar. Windgeräusche null. Ein Quietschen habe ich von der Drehkonsole des Beifahrersitzes. Und hinten rappelt das Fach in dem ich das Besteck und die Edelstahltassen zusammen geworfen habe. Kein Wunder, easy fix.
  • Fahrkomfort Hitze: Die Doghouse Abdeckung macht sich bemerkbar! Selbst warm (ok ich bin zart gefahren), wenn erst nach Stunden Fahrt. So zB mächtig Hitze an dem Bergspot nach Marseille, wo ich Ölstutzen gefunden hatte. Also im Motorraum ist es sehr warm auch, wenn die Motortemp Anzeige auf cool steht. Die Windschutzscheibe ist nicht sehr hoch (im Vgl zu Sprinter zB) und sehr steil. Wärmeisolierung funzt sehr gut, dort wo Scheiben sind merkt man das sofort. Obwohl die schon 90% foliert sind. Liegt in der Natur der Sache. Die Abwärme der Kühlbox habe ich oben schon erwähnt. Die Dachluke ist top! Da muss noch ein Mückenetz irgendwie rein, was nicht so einfach ist wegen des Öffnungsmechanismus.
  • how does it drive: Easy going aber absolut. “D” und fertig, dann nur noch wechseln zwischen Gas und manchmal Bremse. Wenn es Schub braucht einfach drauf. Das ist auch der entscheidende Unterschied zum Iveco in der Leistung. Der Iveco 40.10 ist idR schon an der Leistungsgrenze, ähnlich den Mercedes Düdos ua. Ich kann aber einfach mehr abrufen und zwar easy. Nix runterschalten. Die Sitze haben Armlehnen, der Arm wandert meist sowieso auf das Fensterbrett und kühlt sich durch den Fahrtwind. Das passt. Die Sitze sind elektrisch einstellbar in allen Richtungen. Höhe, Neigung, Lordose, vor-zurück alles elektrisch. ZV und elektrische Fensterheber. Aber auch der Geradeauslauf ist top, das hätte ich so nicht gedacht. Spurrillen können das etwas ändern aber das ist mir nur sehr selten im Zentralmassiv aufgefallen. Seitenwind war im Iveco echt ätzend, beim Sieben3 kein Thema. Erstaunlich bei der Höhe und dem Schwerpunkt aber das liegt vermutlich an den 1,8 to auf der Vorderachse.
  • Nicht so dolle war der Wendekreis und wird es bleiben, wenn vorn die Einpresstiefe nicht verändert wird und damit der Lenkeinschlag. So wie zZ ist er am Anschlag. Damit kann man leben, man muss so halt öfter mal zurück setzen.
  • Die Cams vorn und hinten sind natürlich unersetzlich. Vor allem hinten. Wobei die Franzosen sehr schnell vor das Auto springen und einweisen helfen.
  • Abmessungen sind top. Die Breite ist am max. bevor es Problematisch wird und so lässt sich noch quer schlafen. Die Länge mit 540 cm ist noch gerade Parklücken tauglich. Die Höhe macht kein Problem in der offenen Dachluke kann ich voll aufrecht stehen (das sind dann 190 ca.), zB vor dem Waschbecken jeden morgen. Im Innenraum wollte ich immer Platz haben und konnte daher auch einfach das Mountainbike reinstellen und mich trotzdem noch bewegen. Super.
  • Leistung: Mehr als ausreichend [wenn es das gibt]. Ich habe nur beim Verfolgen der “Typen” voll auf den Pin getreten. Im Sand, am 3. Tag, als ich die Kiste raus gezogen habe, war Leistung auch kein Problem
  • Allrad: Auf dem Strand war Allrad nicht nötig, auch auf dem Stück wo ich den Deppen heraus gezogen habe. Das wiederum war keineswegs to trivial, wie gedacht. Ich hatte aber auch absolut keine Lust meine Karre 1200 km von zu Hause zu schrotten. De facto war ich mit der Karre noch nie in Low Range, daher keine Experimente. Mit einer Wandler Automatik kann man relativ wenig falsch machen, außer überhitzen. Die Kiste ist raus gekommen. Funzt also alles – mehr kann ich dazu aber auch nicht reporten. Für maximale Verschränkung ist das FZ zZ nicht ausgelegt.
  • Küche: Perfekt, alles funktioniert wie geplant. Auszüge, Verschlüsse etc. Nicht rappelt, alles hält – bei ultima Leichtbau wohlgemerkt! Eine Sache gibt es doch (fast wie befürchtet), die Arbeitsplatte hat 3 Risse quer. Da sich die Edelstahl Einsätze anders ausdehnen, als Holz und das sehr schicke Möbelholz dazu nicht ideal ist. Das wusste ich schon vorher aber es ist einfach schöner, als eine Schichtholt Platte. Das war schon vor Abfahrt klar allerdings. Wird geleimt und sit damit done. Darunter ist ja noch eine Pappelsperrholzplatte auf die die obere geklebt ist. Es gibt also von der Stabilität her kein Issue. Kochen ist kein Thema, oben wird es ggf. noch eine Abdeckung für das Alcantara geben – gegen aufsteigende Hitze von den Flammen (45 cm über dem Kochfeld). Spüle funktioniert wie designt, einwandfrei. 
  • Außen Grill: Mit der Bajonett Kupplung, eine geniale Idee. Ich habe nur draußen gekocht und vor allem gegrillt. Nur für Café ist der Aufwand zu groß, das geht besser auf dem Kochfeld.
  • Kühlbox: Die Geschichte mit der Hitze habe ich oben schon beschrieben, es ist, wie es ist. Aber auf Auszügen, von draußen kurz ein Bier raus holen ist perfekt. Die Temp ist auch ok. Das Starten in den Gas Modus ging nicht immer auf Anhieb (really Dometic – die teuerste Box auf dem Markt?). Das Alugehäuse sieht super aus, bis man sie benutzt, schief angucken macht schon eine Beule – das wusste ich, daher hatte ich eine Retoure gekauft, die schon Beulen hatte. Liegt in der Natur von Alu, ist eigentlich Quatsch. Kühlleistung bei über 30° aber ok, wenn sie nonstop läuft.
  • Wasser: Der selbst geschweißte Wassertank funktioniert perfekt. Der Füllmechanismus auch. Pumpe einwandfrei. Die Dusche funktioniert auch wie designt aber das Auto sollte nicht nach links geneigt stehen. Als Außen Dusche mit der Schlauchverlängerung auch 1a (am Strand immer wieder Wasserspiele, zu Hause das Auto vom Salz befreit).
  • Bett: Der Bettbau war relativ straight forward. Die Länge des Betts ist ein Kompromiss, durch den ich das Bett nie aufbauen muss und gleichzeitig 2 Meter zischen Vordersitzen und Bett habe. Ich habe zwischen 180 – 185 cm länge, je nachdem ob weiter hinten oder vorn. Bei der Hitze nachts, wenn ich nicht ruhig schlafen konnte, war das gewöhnungsbedürftig, beim Herumwälzen. Ging aber nach einer Woche. Das Ausgeklappte Bett mit 150 cm Breite ist aber perfekt, dann kann man auch schön schräg liegen. Das ist super. Das Mittel Polster, braucht noch Klett, die das Seitenpolster, dann passt alles.
  • Kosten: Ich habe mal Belege zusammengerechnet, was fast ausschließlich Sprit war. Ein paar Parktickets noch. Aber auch keine Supplies, wie Öl oder sonstiges, keine Campingplatz Kosten. Supermarkt/ Nahrung sind nicht enthalten: 541

Ich denke das wars. Es funktioniert also das Auto so, wie vom Hersteller gedacht und auch alles, was ich umgebaut (Fahrwerk) oder neu gebaut habe, wie der komplette Innenraum. Nice.

Das ist mit Abstand der längste Artikel, den ich geschrieben habe und ich bin der Ansicht, dass viel kürzere mehr Sinn machen, da auch nicht so heftig zu laden aber diesen Roadtrip wollte ich in einem Stück schreibe. Ich hätte auch nicht gedacht, dass das so umfangreich wird. Aber hey, 55 GB Daten 🙂

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